22 Gemeinden profitieren davon

Städtebauförderprogramm "Stadtumbau" unterstützt Kommunen in Oberbayern

München - Mittel zur Entwicklung von ehemaligen Industrie-, Gewerbe- und Militärbrachen sowie zur Aufwertung von Stadt- und Ortsmitten werden bereitgestellt. 22 Gemeinden in Oberbayern profitieren davon. Insgesamt werden rund 61 Millionen Euro Fördermittel für 130 Gemeinden in ganz Bayern ausgezahlt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Recycling gibt es nicht nur für Produkte, sondern auch in der Stadtplanung. Viele Orte in Bayern sind im Umbruch, es gibt brachliegende Flächen von ehemaligen Gewerbe- oder Industrieanlagen. Auch Flächen von ehemaliger militärischer Nutzung liegen brach. Genau hier setzen Bund und Freistaat mit dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ an. Mit der Förderung sollen Stadt- und Ortsmitten aufgewertet, städtische Infrastruktur baulich angepasst und Gebäude mit baukultureller Bedeutung erhalten werden. Bayerns Bauminister Hans Reichhart: „Unser Ziel ist es, Flächen neu zu beleben und die Innenentwicklung von Bayerns Städten und Gemeinden zu fördern. In diesem Jahr können wir 22 Gemeinden in Oberbayern mit rund 6,4 Millionen Euro von Bund und Freistaat unterstützen. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen damit rund 10,3 Millionen Euro zur Verfügung.“

Beitrag zur Steigerung der Attraktivität

Dank der Städtebauförderungsmittel kann dieses Jahr beispielsweise die Stadt Schrobenhausen einen weiteren Abschnitt der zentralen Lenbachstraße barrierefrei ausbauen. Damit leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt als Geschäftsstandort und macht diese für alle Generationen noch besser zugänglich. Der Markt Garmisch-Partenkirchen wird die im Ensemble liegenden Straßenzüge Loisachstraße sowie Teilstrecken der Frühlings- und Grasbergstraße mit Baumpflanzungen aufwerten und ihrer hohen Bedeutung im Stadtgefüge entsprechend neu inszenieren. Die Gemeinde Raubling steht in den nächsten Jahren vor der großen Aufgabe, die Ortsmitte im Bereich des Bahnhofs und des Rathauses neu zu ordnen und zu gestalten. Insbesondere auf die Neusteuerung und -verteilung des Verkehrs im Ort wird dabei ein wichtiges Augenmerk gelegt.

Das Programm „Stadtumbau“ unterstützt bayernweit 130 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 61 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 84 Millionen Euro.

Bund als verlässlicher Partner der Länder und Kommunen

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Der Bund ist und bleibt ein verlässlicher Partner an der Seite der Länder und Kommunen: auch 2019 stellen wir knapp eine Milliarde Euro an Bundesfinanzhilfen für die städtebauliche Förderung zur Verfügung. Darüber hinaus fokussieren wir 2019 unsere Unterstützung stärker auf den Erhalt und die Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen sowie die Nutzung innerörtlicher Brachflächen für den Wohnungsbau. Damit leisten wir einen Beitrag zur Innenentwicklung und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Gleichzeitig setzen wir so ein Ergebnis des Wohnungsgipfels um. Die Schaffung von neuem Wohnraum muss immer auch mit einer attraktiven Umfeldgestaltung und guten Infrastrukturen einhergehen.“

Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen auch in diesem Jahr mit Bundesfinanzhilfen der Städtebauförderung in Höhe von 790 Millionen Euro. Die Städtebauförderprogramme „Soziale Stadt“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Stadtumbau“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ und „Zukunft Stadtgrün“ werden auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt. Hinzu kommt der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ mit 200 Millionen Euro Programm-Mitteln des Bundes, mit dem die Kommunen den wichtigen Ausbau und die Sanierung ihrer sozialen Infrastruktur vorantreiben können. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Staatliche Finanzhilfen für Städtebauförderungsmaßnahmen in Oberbayern:

- Bad Feilnbach, Ortskern, 120.000 Euro 

- Bad Heilbrunn, Ortskern, 140.000 Euro 

- Bad Wiessee, Ortskern, 30.000 Euro 

- Brannenburg, Karfreit-Kaserne / Ortsmitte Degerndorf, 60.000 Euro 

- Dollnstein, Altort und Bahnhofsbereich, 30.000 Euro 

- Freilassing, Bahnhofsumfeld, 420.000 Euro 

- Garmisch-Partenkirchen, Ortsmitte und Bahnhofsumfeld, 960.000 Euro 

- Hohenpeißenberg, Ortsmitte, 30.000 Euro 

- Kiefersfelden, Gewerbebrache Ortskern, 360.000 Euro 

- Lenggries, Prinz-Heinrich-Kaserne und Ortskern, 480.000 Euro 

- Miesbach, Bahnhof und Ortszentrum, 90.000 Euro 

- Mittenwald, Ortskern, 80.000 Euro 

- Mörnsheim, Ortskern, 30.000 Euro 

- Murnau a. Staffelsee, Kemmel-Kaserne und Ortskern, 300.000 Euro 

- Peißenberg, Ortskern Dorf und Wörth, 200.000 Euro 

- Penzing, Ortsmitte, 30.000 Euro 

- Prien a. Chiemsee, Ortskern mit Hafen, 36.000 Euro 

- Raubling, Ortsmitte Raubling, 630.000 Euro 

- Reichertshofen, Ortszentrum 30.000 Euro 

- Rosenheim, Altstadt Ost und Bahnhofsareal, 1.170.000 Euro 

- Schrobenhausen, Gewerbebrache Nord, Altstadt und Obere Vorstadt, 1.110.000 Euro 

- Waldkraiburg, Stadtkern, 30.000 Euro

Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zum 'Stadtumbau West' sind im Internet verfügbar unter:

www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/foerderprogramme/index.php.

Pressemeldung des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Rubriklistenbild: © picture alliance/Jens Kalaene/ZB/dpa (Symbolbild)

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