Streit am Flauchersteg eskaliert

Mann beißt Feuerwehrmann in Finger und bespritzt trotz Krankheit Beamte mit Blut

München - Am Mittwochabend, 13. August, spielten sich am Flauchersteg unglaubliche Szenen ab. Zwei befreundete Raufbolde solidarisierten sich gegen Polizei und Rettungskräfte. Einer der beiden biss einem Feuerwehrmann in den Finger und versuchte die Beamten mit Blut zu bespritzen.

Gegen 20.15 Uhr erreichte den Polizeinotruf die Nachricht über einen Streit zwischen zwei Männern am Flauchersteg. Ein 23-Jähriger aus Fürstenfeldbruck war mit einem scharfen Gegenstand auf einen 34-jährigen Münchner losgegangen und hatte diesem eine Schnittverletzung zugefügt.

München: Großaufgebot der Polizei am Flauchersteg

Sofort rückte ein Großaufgebot an Polizei und Rettungskräften aus. Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, wurde sie mit Beleidigungen empfangen. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden von den beiden Kontrahenten vehement abgelehnt. In der Folge verbündeten sich die beiden Streithähne und attackierten Beamte und Ersthelfer.

Nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte und die Schnittverletzung des 34-Jährigen behandelt werden sollte, biss der verletzte Mann einem Feuerwehrmann aus dem Nichts in den Finger. Anschließend "nahm er sein Blut und spritzte es in Richtung der Polizeibeamten", wie das Polizeipräsidium München berichtet.

Streit artet aus: Mann bespritzt Polizisten mit Blut

Erst in einem Krankenhaus konnte der 34-Jährige schließlich beruhigt und wegen seiner Schnittverletzung versorgt werden. Dort stellte man zudem fest, dass er „an einer ansteckenden Krankheit leidet, die mittels Blut übertragen werden kann“.

Der 23-Jährige wurde zur Anzeigenaufnahme mit zur Polizeiinspektion genommen. Er wurde wegen einer gefährlichen Körperverletzung angezeigt und konnte im Anschluss von der Dienststelle aus entlassen werden.

Der 34-Jährige wurde wegen seines Bisses und dem Spritzen mit Blut trotz ansteckender Krankheit wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Die Ermittlungen hat das Kommissariat 26 (Körperverletzungsdelikte) übernommen.

mz/Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sebastian Willnow

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