Versuchtes Tötungsdelikt in München

Mann (27) geht mit Verkehrsschild auf 33-Jährigen los - dann sticht dieser zu

München - Ein Streit zwischen vier Personen eskalierte am Freitagabend. Ein 33-jähriger Rumäne stach dabei einem 27-Jährigen mit einem Messer in den Bauch. Das Opfer musste notoperiert werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Am Freitag, den 20. März, gegen 21.35 Uhr kam es in einer Unterkunft aus bislang nicht geklärten Gründen zwischen einem 27-jährigen Polen und einem 33-jährigen Rumänen sowie zwei weiteren Beteiligten (alle Personen waren stark alkoholisiert) zunächst zu einem verbalen Streit, welcher schließlich in eine körperliche Auseinandersetzung mündete. 

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei dabei der 27-Jährige mit einem Halteverbotsschild, welches er zuvor auf öffentlichen Verkehrsgrund entwendet hatte, auf den 33-Jährigen losgegangen. Dieser konnte zunächst den Angriff abwehren, habe dann ein Messer geholt und damit dem 27-jährigen Polen in den Bauch gestochen. Unbeteiligte Zeugen alarmierten den Notruf 110, woraufhin über zehn Streifen der Münchner Polizei zum Einsatzort fuhren. 


Der Beschuldigte ließ sich widerstandslos von den eintreffenden Polizeibeamten festnehmen. Der 27-Jährige musste aufgrund der erlittenen lebensbedrohlichen Stichverletzung durch den Notarzt in eine Münchner Klinik eingeliefert und dort notoperiert werden. Mittlerweile befindet er sich außer Lebensgefahr. Auf Antrag der Kapital-Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Samstag, den 21. März, Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den Beschuldigten. Die Hintergründe des Streits sowie der genaue Ablauf der Tat müssen noch durch weitere Ermittlungen der Mordkommission aufgeklärt werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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