Münchner Bundespolizisten im Dauereinsatz

Streit um Zigaretten eskaliert mehrmals - Auch Beamte angegriffen und bespuckt

Gewaltdelikte beschäftigen Bundespolizei
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Gewaltdelikte beschäftigen Bundespolizei

Am Montag (15. März) kam es in München zu zwei Polizeieinsätzen aufgrund von Streit um Zigaretten. Ein Täter schlug dem Verkäufer im Münchener Hauptbahnhof ins Gesicht, in einer S-Bahn wurde ein Mann ebenfalls handgreiflich.

Die Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion München im Wortlaut:

München – Am frühen Montagabend (15. März) kam es am Hauptbahnhof in einem Tabakgeschäft zu einem Streit zwischen zwei Männern aus München um den Verkauf von Zigaretten. Ein 21-Jähriger schlug dem Verkäufer im Verlauf mit der Faust ins Gesicht. Später am Abend kam es ebenfalls aufgrund einer Zigarette zu einem Streit in einer S-Bahn der Linie S4. Ein 35-Jähriger versetzte einem 28-Jährigen einen Faustschlag. Als sich Bundespolizisten der Sache annahmen, kam es zu Widerstandshandlungen.  

Alterskontrolle löst körperlich Auseinandersetzung am Hauptbahnhof aus

Gegen 18 Uhr kam es zu einem Streit zwischen einem 28-jährigen Verkäufer eines Tabakwarengeschäftes und einem 21-jährigen Kunden, da der Kunde sein Alter nicht nachweisen konnte und der Verkäufer ihm daraufhin keine Zigaretten überlassen wollte.

Der 21-jährige Deutsche nahm die Zigaretten daraufhin ohne Einverständnis an sich, hinterlegte das passende Geld und verließ den Laden. Der 28-jährige Afghane folgte ihm, um die Ware wieder an sich zu nehmen und gab dem Mann dabei sein Geld zurück, woraufhin es zu gegenseitigen Beleidigungen kam.

Der Afghane schob den uneinsichtigen Kunden am Hals von sich weg, weshalb dieser mit der Faust nach ihm schlug. Der Mann aus Afghanistan wurde im Gesicht getroffen und trug eine blutende Lippe davon. Im Rahmen der Auseinandersetzung gingen die Münchner zu Boden. Ein 24-jähriger Zeuge hielt den Deutschen daraufhin durch Festhalten von der Flucht ab, bis eine Streife der Bundespolizei sich vor Ort der Sache annahm.

Zunächst benötigte der Verletzte keinen Rettungswagen, klagte im Laufe des Abends jedoch über Benommenheit und kam in ein Münchner Krankenhaus. Die entwendete Ware konnte dem Verkäufer wieder übergeben werden. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Diebstahl und Körperverletzung gegen den 21-Jährigen. 

Polizeibekannter aggressiver Mann greift Fahrgast und Beamte an

Gegen 20 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung in einer S-Bahn der Linie S4. Ein 35-jähriger Deutscher fragte einen 28-jährigen Deutschen am Bahnhof Pasing nach einer Zigarette. Nachdem dieser ihm keine gab, stiegen beide in die S4 Richtung Leienfelsstraße.

In der S-Bahn schlug der Ältere dem Jüngeren unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Dieser konnte seinen Angreifer überwältigen, zu Boden bringen und dort festhalten. Die S-Bahn stoppte daraufhin am Haltepunkt Leienfelsstraße.

Beim Eintreffen der Bundespolizisten war bereits ein Rettungswagen vor Ort. Der 35-Jährige war aggressiv und trat nach den Sanitätern. Bei den polizeilichen Maßnahmen leistete er Widerstand. Die Beamten nahmen ihn fest und brachten ihn zur Wache am Hauptbahnhof. Hier schlug er nach den Beamten und bespuckte einen 28-jährigen Bundespolizisten.

Aufgrund einer bereits vor der Auseinandersetzung bestehenden Verletzung kam der Mann zur Behandlung in ein Münchner Klinikum. Da der Mann bereits zuvor eine Bewährungsstrafe erhalten hatte und einschlägig polizeibekannt ist, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme an und entschied, ihn am Dienstag (16. März) dem Ermittlungsrichter vorzuführen.

Die Ermittlungen der Bundespolizei werden wegen tätlichen Angriff und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Beleidigung geführt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

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