Pressemeldung Bundespolizei München

Streit um Fahrkarte eskaliert - Frau (60) rastet aus und wehrt sich mit Tritten

München – Mehrmals täglich werden Beamte der Münchner Bundespolizei zu Personalienfeststellungen gerufen, wenn Fahrkarten ungültig oder gar nicht vorhanden sind und Reisende sich weigern dem Prüfdienst Personalien anzugeben bzw. Ausweisdokumente auszuhändigen. So auch am Montag:

Am Montag, gegen 16.15 Uhr wurde in einer S8 vor dem Haltepunkt Laim eine Person ohne gültigen Fahrschein angetroffen. Es kam zu Streitigkeiten zwischen den Prüfdienstmitarbeitern und einem 18-jährigen Syrer. 

Dabei soll es zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen sein,in dessen Folge dem in Pasing wohnenden Syrer von einem 24-jährigen irakischen Kontrolleur ein Ohrring herausgerissen worden sein soll

Neben dem Ausfüllen eines Personalienzettels mit falschen Angaben soll der Syrer einen 24-jährige deutsche Prüfdienstmitarbeiter auch verbal beleidigt haben. Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung wurden ebenso eingeleitet wie wegen Fahrens ohne Fahrscheins und Betrugs.

60-Jährige rastet aus und wehrt sich mit Tritten

Gegen 22.45 Uhr wurden Beamte der Bundespolizei zu einer Personalienfeststellung zum Ostbahnhof gerufen. Eine 60-jährige Deutsche soll mit einer unzureichend gestempelten Fahrkarte von Germering zum Ostbahnhof gefahren sein. Bei der Kontrolle auf Höhe des Haltes an der Donnersbergerbrücke verweigerte die Frau aus Prien am Chiemsee den Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit Angaben zu ihrer Identität

Als alarmierte Bundespolizisten am Gleis 5 des Ostbahnhofes eintrafen, versuchte die Frau sich flotten Schrittes vom Bahnsteig zu entfernen. Noch vor dem Treppenabgang in den Personentunnel konnte sie jedoch von den Beamten eingeholt und gestellt werden. Einen Ausweis wollte die äußerst unkooperative Dame („ich muss zu meinem Zug“) ebenso wenig vorzeigen wie sie die Beamten nicht zur Dienststelle des nahen Reviers begleiten wollte

Bei der Mitnahme mittels - zuvor mehrfach angedrohter körperlicher Gewalt (Festhalten und Führen an den Armen zur Dienstelle), widersetzte sich die 60-Jährige durch wiederholtes zu Boden fallen lassen und mit Tritten nach den Füßen der Beamten, die ausweichen konnten und unverletzt blieben

Jetzt erwartet die Frau neben einer Anzeige wegen Leistungserschleichung auch eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Und das alles wegen zwei zu wenig abgestempelten Streifen einer Mehrstreifenfahrkarte.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT