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„Schockanruf“ in München

Gold im Wert von 100.000 Euro erbeutet: Rentnerpaar geht Telefonbetrügern auf den Leim

Am Mittwoch (16. November) gegen 14 Uhr, erhielt eine 78-Jährige mit Wohnsitz in München zu Hause einen Anruf. Die Anruferin gab sich als ihre Tochter aus und schilderte, dass sie an einem Verkehrsunfall beteiligt sei und deshalb eine Kaution in Höhe von 75.000 Euro entrichten müsse. Schließlich übergab die Anruferin das Telefonat an einen angeblichen Polizeibeamten, der diese Schilderung bekräftigte.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

München – Daraufhin fuhr der 79-jährige Ehemann der 78-Jährigen von der gemeinsamen Wohnung aus zu einer Bank in der Innenstadt und leerte das dortige Schließfach des Ehepaars. Im Bereich der Leopoldstraße übergab er dann gegen 16.15 Uhr mehrere tausend Euro Bargeld sowie Gold im Wert von circa 100.000 Euro an einen unbekannten Täter. Die 78-jährige Ehefrau hatte währenddessen mit der tatsächlichen Tochter des Ehepaars telefoniert und dabei festgestellt, dass sie getäuscht worden war. Sie informierte deshalb die Polizei.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

Männlich, ca. 40 Jahre alt, ca. 1,78 m groß, dick, südeuropäisch, sprach Deutsch mit ausländischem Akzent, dunkel bekleidet mit einer Wollmütze. Er trug eine kleine Tasche am Gürtel.

Die weiteren Ermittlungen führt die AG Phänomene.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Leopoldstraße, Ohmstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, AG Phänomene, Telefon 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (zum Beispiel Richter, Staatsanwalt, et cetera) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied beziehungsweise ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei. Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. 

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat. 

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

  • Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Pressebericht Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa

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