Mordkommission ermittelt nun in München

Streit eskaliert: Wohnsitzloser (46) sticht Kontrahenten (30) mit Messer nieder - tot

Polizeiabsperrung
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München - Am Freitagnachmittag, 6. November, gegen 16.30 Uhr, kam es im Stadtteil Maxhof zu einem Tötungsdelikt. Ein Bulgare (46) hatte einen Landsmann (30) mit einem Messer niedergestochen.

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war ein 46-Jähriger wohnsitzloser Bulgare bei einem Bekannten zu Besuch und befand sich kurz vor der Tatzeit auf dessen Balkon. Von dort aus geriet er mit einem 30-jährigen Bulgaren, der im selben Mehrfamilienhaus wohnte und sich vor dem Anwesen befand, in einen verbalen Streit.

Der 30-Jährige kehrte daraufhin in das Anwesen zurück und der Streit setzte sich vor der Wohnungstür des Bekannten fort. In der weiteren Folge holte der 46-Jährige aus der Küche der Wohnung ein Messer und stach damit dem 30-Jährigen einmal in den Oberkörper. Anschließend flüchtete er aus dem Anwesen.

Durch Unbeteiligte wurde ein Notruf abgesetzt. Der 30-Jährige musste durch den Rettungsdienst unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert werden, wo er schließlich verstarb.

Trotz sofort eingeleiteter umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnte der Tatverdächtige im Tatortbereich nicht festgenommen werden. Er stellte sich am Samstagvormittag, 7. November, auf einer Münchner Polizeiinspektion. In einer Vernehmung räumte der 46-Jährige den Messerstich ein. Die Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I stellte einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen Totschlags. Über diesen wird im Laufe des Sonntags der zuständige Ermittlungsrichter entscheiden. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Ursache des Streits, werden von der Mordkommission fortgeführt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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