35-Jähriger war als Tourist in München 

Toter im Eisbach: Er schrie noch um Hilfe!

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München/Landkreis - Am Samstag ertrank erneut ein Mensch im Münchner Eisbach im Englischen Garten. 

Wie die tz berichtet, handelte es sich um einen 35-jährigen Inder aus Neu-Delhi, der als Tourist in München war. Er wurde vor den Augen seiner Familie knapp 30 Meter unterhalb der Surferwelle vom schnellen Strom mitgerissen. Zuvor stand er hüfthoch im Wasser, doch die Strömung war zu stark. 

Zeugen hörten seine Hilfeschreie, mehrere Menschen versuchten den Nichtschwimmer ihn noch zu retten - erfolglos.  Seine Leiche wurde zwei Stunden nach dem Unglück am Tivolikraftwerk geborgen

Die Tragödie erinnert an das Unglück Ende Mai, als eine 15-Jährige im Eisbach ertrank. Sie konnte ebenfalls nicht schwimmen.

Toter auch im Reichenhaller Thumsee

In der Region gab es am Wochenende außerdem im Thumsee bei Bad Reichenhall einen tödlichen Badeunfall. Ein 67-Jähriger trieb leblos mittig im See. Eine Reanimation musste erfolglos abgebrochen werden. 

DLRG warnt

Insbesondere an hitzigen Tagen kann eine Erfrischung im kühlen Badesee gefährlich werden. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) rät deshalb, zunächst langsam und Schritt für Schritt ins Wasser zu gehen

Besonders Menschen über 50 Jahre sind vom Ertrinken bedroht. Sie sollten sich schonen und Überanstrengungen vermeiden, die ihr Herz-Kreislauf-System belasten können. 

Ferner empfiehlt die DLRG nur bewachte Badestellen oder Freibädern zu besuchen und am besten auch nie alleine. Auch sollte man keinesfalls betrunken Schwimmen gehen, dafür aber regelmäßig und ausreichend viel nicht-alkoholische Getränke zu sich zu nehmen.  

Beim Münchner Eisbach und anderen Flüssen kommt hinzu, das Schwimmer sich überschätzen. Insbesondere wenn junge Leute feiern und Alkohol trinken. 

Mehr Hinweise zur Prävention von Badeunfällen finden Sie in diesem Artikel. Zur besonderen Gefahr der Strömungen in der Mangfall haben wir außerdem hier einen Artikel über einen Film, den die Kreiswasserwacht Rosenheim und die DLRG gedreht haben. 

Mehr Tipps gibt es auch hier auf der Seite dlrg.de.

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