Nach Obduktion

Toter Bruder und Kripo retten Mann das Leben

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München - Wie nun bekannt wurde, hat ein Leichenfund Mitte Juni einem 50-Jährigen das Leben gerettet. Welche Rolle dabei ein Sachbearbeiter der Kripo München spielte:

Am 16. Juni wurde ein 49-jähriger kubanischer Staatsbürger von seinem Bruder leblos in einer Wohnung in München aufgefunden. Der verständigte Notarzt versuchte den Mann noch etwa 20 Minuten zu reanimieren, was jedoch erfolglos verlief. Der hinzugerufene Arzt stellte eine ungeklärte Todesart fest.

Kripo vor einem Rätsel

Der Verstorbene hielt sich vor seinem Tod seit rund zwei Monaten in Deutschland bei seinem Bruder zu Besuch auf. Der Todesfall gab Rätsel auf, denn der Verstorbene lebte gesund, trieb Sport und hatte nach Angaben seines Bruder auch keinerlei Vorerkrankungen. Einziger Anhaltspunkt: Die gemeinsame Mutter ist vor sieben Jahren an einem Herzinfarkt in Kuba verstorben.

Nach einem Telefonat mit der Kripo war der Bruder an einer Obduktion interessiert, insbesondere im Hinblick auf mögliche familiäre Erkrankungen.

Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion an

Die Obduktion wurde von der Staatsanwaltschaft München I angeordnet und im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Als Todesursache wurde eine Herzerkrankung festgestellt.

Auf Anraten des Sachbearbeiters der Münchner Kripo begab sich der Bruder ins Krankenhaus, wo ihm Anfang Juli ein Stent eingesetzt wurde. Durch diesen Eingriff konnte das Leben des 50-Jährigen gerettet werden. Der Mann bedankte sich jetzt persönlich beim Sachbearbeiter des Kommissariats 12.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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