Seit mehreren Tagen

Trickbetrug: Vermeintliche Handwerker in München unterwegs

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München - Seit einigen Tagen geben sich Betrüger als Handwerker aus, um dann aus Wohnungen zu stehlen. Die Masche ist dabei immer die Gleiche. Die Polizei ermittelt nun und ist auf Hinweise angewiesen:

In der Zeit von Mittwoch, 22. Februar, bis Freitag, 24. Februar, ereigneten sich in München mehrere Fälle, bei denen jeweils falsche Handwerker auftraten. 

Ehepaar dreist bestohlen

Am Mittwoch, den 22. Februar, klingelte es gegen 18.30 Uhr „sturm“ an der Wohnungstür eines Ehepaares in der Echardinger Straße. Als die Geschädigten öffneten, stand ein unbekannter Mann vor der Tür, der behauptete, der Keller stünde unter Wasser. Deshalb müssten die Geschädigten im Bad sofort sämtliche Wasserhähne aufdrehen, um die Leitung zu entlasten

Derart überrumpelt gingen die Eheleute vor dem Täter her in das Badezimmer. Dort positionierte sich der Unbekannte so, dass der 76-jährige Münchner und seine 66-jährige Frau das Bad nicht verlassen konnten.

Als der Geschädigte bemerkte, dass er betrogen werden sollte, wollte er das Badezimmer verlassen, wobei der Unbekannte zunächst nicht zur Seite ging. Erst als der 76-jährige Wohnungsinhaber den Täter anschrie, verließ dieser sehr schnell die Wohnung und schlug die Tür hinter sich ins Schloss.

Das Ehepaar ging zunächst davon aus, dass nichts entwendet worden war, da unter anderem offen daliegende Geldscheine noch vorhanden waren. Erst später bemerkten sie, dass der Schmuckkoffer der Dame, der sich offenstehend im Schlafzimmer befunden hatte, gestohlen worden war. Der Koffer enthielt Schmuckstücke im Wert von mehreren Tausend Euro.

Während das Ehepaar im Bad war, muss sich unbemerkt ein weiterer Täter Zutritt zur Wohnung verschafft und den Schmuckkoffer entwendet haben.

So sah der "Handwerker" aus

Der Mann, der mit dem Ehepaar in der Wohnung war, wird als ca. 35 Jahre alt beschrieben, 170 cm groß mit südländischem Aussehen. Er hatte einen braunen Teint, dunkle Haare und trug eine dunkle Lederjacke sowie dunkle Jeans. Er sprach akzentfrei Deutsch.

Ein weiterer "Handwerker" schlug zu

Zwei Tage später, am Freitag, den 24. Februar, klingelte es kurz nach 12 Uhr mittags an der Tür einer 91-jährigen Rentnerin in der Deisenhofener Straße. 

Als die Dame öffnete, stand vor der Tür ein unbekannter Mann, der sich als Handwerker ausgab und sagte, er müsse den Wasserdruck überprüfen. Er ging mit der betagten Rentnerin in das Bad, wo diese das Wasser aufdrehen musste. Während dessen kam wohl ein weiterer Unbekannter in die Wohnung und entwendete verschiedene Schmuckstücke.

Der „Handwerker“ wird als ca. 190 cm großer Mann beschrieben mit sehr kurzen, hellen Haaren und einer kräftigen Statur. Er trug dunkle Oberbekleidung.

Noch ein dritter Vorfall

Der dritte bekannt gewordene Vorfall ereignete sich ebenfalls am Freitag, den 24. Februar, in Unterhaching.

Gegen 18 Uhr klingelte es an der Haustür eines betagten Ehepaares in der Fasanenstraße. Als die 86-jährige Ehefrau öffnete, stand ein angeblicher Handwerker vor der Tür und gab an, dass er den Wasserdruck senken müsse. Sein Kollege befände sich deswegen draußen auf der Straße.

Die Dame ging mit dem Mann ins Badezimmer und erhielt dort die Anweisung, die Brause zu öffnen und hin und her zu schwenken. Der „Handwerker“ telefonierte dann kurz und nach etwa 10-15 Minuten war der Mann plötzlich verschwunden. Die Geschädigte drehte anschließend das Wasser wieder ab. Ihr zwei Jahre älterer Ehemann hatte von dem ganzen Geschehen nichts mitbekommen. 

Nach derzeitiger Sachlage entwendeten die Unbekannten lediglich einen Schlüssel aus einem Schmuckkästchen.

Der angebliche Handwerker ist ca. 30 Jahre alt, etwa 185 cm groß und hat kurze, braune Haare. Er sprach Deutsch mit Akzent. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Hose und eine dunkle Jacke. 

Wer kann weiterhelfen?

In allen Fällen bittet die zuständige Kriminalpolizei um folgenden Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa

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