Auf dem Heimweg vom Oktoberfest in München

Was machten die drei Männer mit der betrunkenen Touristin?

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München - In der Nacht von Samstag auf Sonntag war eine stark alkoholisierte Touristin nach dem Besuch des Oktoberfestes in der Goethestraße im Stadtteil Ludwigsvorstadt unterwegs. Was danach genau passierte, versucht nun die Polizei herauszufinden.

Laut einer Zeugenaussage war die 30-jährige US-Amerikanerin dabei gegen 1.55 Uhr erkennbar hilflos, wie das Polizeipräsidium München nun mitteilte. Als sich die Frau dann gegen eine Hecke lehnte, seien drei Männer auf sie zugegangen und hätten sie hinter die Hecke gedrängt, hieß es weiter. Anschließend hörte der Zeuge Laute, die klangen, als ob einer Person die Hand vor dem Mund gehalten wird. 

Der Zeuge ging von einem Sexualdelikt aus und wählte deswegen den Notruf. Die Polizei war anschließend schnell vor Ort und konnte drei Männer vorläufig festnehmen. Es handelte sich um zwei Eritreer (21 und 23 Jahre alt) und einen 26-jährigen Mann aus Mali.

Die Befragung der Amerikanerin, die bei dem Vorfall offenbar Schürfwunden am Oberschenkel erlitten hatte, gestaltete sich aufgrund der starken Alkoholisierung schwierig. Es gelang ihr gegenüber der Polizei nicht, zielführende Angaben zum Sachverhalt zu machen. Deswegen wurde eine körperliche Untersuchung im Institut der Rechtsmedizin vorgeschlagen, die die 30-Jährige jedoch verweigerte. Auch bei einem späteren Telefonat mit der Kriminalpolizei gab sie an, sich an den gesamten Vorfall nicht erinnern zu können

Die drei Festgenommenen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Zudem wurde bei zwei Männern die DNA erhoben. Wegen der unklaren Sachlage wurde das Trio jedoch nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Amerikanerin flog am selben Tag nach Hause, so die Polizei.

Polizei München/mw

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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