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Andere Stadien wollen trotzdem bunt erstrahlen *MIT VOTING*

UEFA knallhart: Keine Regenbogen-Beleuchtung für Allianz Arena - Kritische Reaktionen folgen

Die Allianzarena in München darf beim Spiel am Mittwoch (23. Juni) nicht in Regenbogenfarben erleuchten. Das beschloss die UEFA am vorangegangenen Dienstag.
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Die Allianz Arena in München darf beim Spiel am Mittwoch (23. Juni) nicht in Regenbogenfarben erleuchten. Das beschloss die UEFA am vorangegangenen Dienstag.

München - Die Europäische Fußball-Union UEFA lehnte am Dienstag (21. Juni) den Antrag des Münchner Stadtrats ab, der forderte, die Allianz Arena in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. Nun wollen andere deutsche Stadien dieses Verbot mit ähnlichen Aktionen zum Spiel am Mittwoch (23. Juni) kompensieren.

Update, 14.35 Uhr - Verschiedene Stellen reagieren auf Verbot und hissen digitale Regenbogenfahnen

Dass die UEFA untersagt hat, die Allianz Arena mit Regenbogenfarben zu bestrahlen, stößt auf immer mehr Widerspruch. Mittlerweile stellten Unternehmen und auch das Rathaus München auf ihren Social-Media-Auftritten Bilder mit den Farben der Pride-Flagge online. In der Umfrage (am Ende des Artikels) gaben bereits rund 58 Prozent der Leser an, kein Verständnis für die Entscheidung der UEFA zu haben. Etwa 31 Prozent gaben an, das Verbot nachvollziehen zu können. Rund 8 Prozent konnten oder wollten keine Stellung beziehen, da beide Seiten gute Gründe hätten. Etwas über drei Prozent gaben an, keine Meinung dazu zu haben (Stand 22. Juni, 14.30 Uhr).

Auch das Münchener Rathaus passte kurzerhand sein Profilbild an und zeigt nun die bunten Farben der Pride-Flagge.

Größen der Berichterstattung im Sport zogen mit und bekennen sich zur bunten Farbmischung. Das Nachrichtenunternehmen RAN stellte auf seinem Instagram-Profil sein Logo vor die Pride-Flagge und setzte mit einer guten Portion implizierter Kritik vorher noch einen Post ab, der den Tweet der UEFA zeigt, in dem diese sich über einen Wettkampf „für jeden“ freute und ein Regenbogen-Emoji postete.

Auch RAN ziert sein Profil mit Regenbogenfarben.

Wie nun aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, werden wohl auch weitere Fußballstadien in Deutschland im Licht der Regenbogenfarben erstrahlen. Neben Frankfurt am Main und Köln soll die Aktion auch in Wolfsburg, Augsburg und Berlin durchgezogen werden.

Erstmeldung:

Der Münchner Stadtrat hatte sich in dem fraktionsübergreifenden Antrag dafür ausgesprochen, die Allianz Arena zum Gruppenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch in Regenbogenfarben zu beleuchten. Dies sollte ein Signal für Vielfalt und selbstbestimmte Lebensformen sexueller Orientierung sein. Wie mittlerweile bestätigt wurde, lehnt die UEFA das jedoch ab. Die Arena solle wie vorgesehen in den Farben der UEFA und der teilnehmenden Nationen leuchten.

Im Zuge dieses Verbots wollen nun andere deutsche Stadionbetreiber Stellung beziehen und entsprechende Zeichen setzen. Nach Informationen der dpa sollen demnach wohl die Fußball-Arenen in Frankfurt am Main und Köln am Mittwoch während der EM-Partie der deutschen Mannschaft in München gegen Ungarn bunt erstrahlen. „Wenn München am Mittwoch nicht darf, dann müssen eben die anderen Stadien im Land Farbe bekennen. Auf jetzt, Kollegen in der Liga“, twitterte Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann in der Nacht zum Dienstag.

Hellmann kündigte an: „Der Deutsche Bank Park schaltet zum Spiel gegen Ungarn den Regenbogen an. Das Waldstadion bleibt bunt.“ Wie ein Sprecher der Kölner Sportstätten dem WDR bestätigte, ist für das Kölner Bundesliga-Stadion eine ähnliche Aktion geplant.

Hintergrund des Protestes ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt und das erst am Dienstag vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orban. Entsprechend laut war die Forderung nach einem klaren Zeichen bei der Fußball-EM in Deutschland geworden.

mda mit Material der dpa

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