München: Umweltverträgliche Winterspiele 2018

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München - Seit Anfang 2009 arbeitet der DAV an der Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2018 mit. Für den Deutschen Alpenverein steht dabei die natur- und landschaftsverträglichkeit im Vordergrund.

„Für den Deutschen Alpenverein war es von Anfang an zwingende Voraussetzung, dass die Spiele so natur- und landschaftsverträglich wie möglich durchgeführt werden, gleichzeitig aber auch Projekte realisiert werden, die einen echten Mehrwert für den Natur- und Umweltschutz im Bayerischen Alpenraum bringen,“ so Ludwig Wucherpfennig, Präsident des DAV.

Wucherpfennig zieht aus Sicht des DAV eine positive Zwischenbilanz: „Die Arbeit der Fachkommission Umwelt ist nach anfänglichen Schwierigkeiten in den letzten Wochen durchaus erfolgreich verlaufen. Wir sind mittlerweile der Überzeugung, dass München 2018 sowohl bei den Spielen selbst als auch bei der Umsetzung der begleitenden Umwelt-Leitprojekte Maßstäbe für die Durchführung von umweltverträglichen Winterspielen setzen kann.“ Gleichzeitig bestätigt Thomas Urban, Hauptgeschäftsführer des DAV: „Der Alpenverein wird auch zukünftig in der Fachkommission Umwelt mitarbeiten und seinen Einfluss geltend machen. Wir unterstützen die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018.“

Leitprojekte

Nachhaltigkeit weit über die Spiele hinaus Wichtigster Baustein der umweltverträglichen Winterspiele 2018 ist aus Sicht des Deutschen Alpenvereins die Umsetzung der 18 sogenannten „Umwelt- und Nachhaltigkeits-Leitprojekte“, deren Finanzierung zwischenzeitlich weitestgehend sichergestellt ist. „ Die Leitprojekte sind keine „Heiße-Luft-Nummern“, sondern haben weit über die Spiele hinaus positive Auswirkungen auf den Naturschutz im Bayerischen Alpenraum und stellen einen deutlichen Mehrwert für die Olympiaregion dar“, so Urban. Die Projekte sind Teil des „Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzeptes“ der offiziellen Bewerbung.

An zwei der insgesamt 18 Projekte ist der Deutsche Alpenverein maßgeblich beteiligt. Das vom DAV eingebrachte Projekt „Bergtour 2018 – nachhaltige Bergsport- und Tourismusentwicklung in den Bayerischen Alpen“ zielt darauf, ein Gesamtkonzept für alle Formen des naturverträglichen Bergsports zu entwickeln und zugleich eine auf Nachhaltigkeit gerichtete, konkurrenzfähige Tourismusent- wicklung im bayerischen Alpenraum voranzutreiben. Das zweite wichtige Naturschutzprojekt „Natur, Kulturerbe, Bildung – gemeinsames Handeln in der Olympiaregion“ ist unmittelbar nach dem Scheitern des Projektes „Biosphärenreservat Garmisch-Partenkirchen“ auf den Weg gebracht worden.

Stand der Bewerbung

Derzeit wird das „Bid Book“, die offizielle Bewerbungsschrift, fertiggestellt und muss anschließend von den relevanten Gremien der Bewerbungsgesellschaft verabschiedet werden. Die Entscheidung über Olympia 2018 fällt am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban.

Vision von umweltverträglichen Winterspielen greifbar „Wir sehen große Chancen, mit der Bewerbung Münchens um die Spiele 2018 internationale Maßstäbe für die naturverträgliche und nachhaltige Durchführung von Winterspielen setzen zu können. Der Deutsche Alpenverein wird weiter mit großem Engagement dafür arbeiten, dass der Natur- und Landschaftsschutz im Bayerischen Alpenraum dauerhaft von München 2018 profitiert“, fasst DAV- Hauptgeschäftsführer Thomas Urban die Position des Alpenvereins zusammen.

Deutscher Alpenverein e.V.

Rubriklistenbild: © dpa

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