Wohnungsnot in München

"Keine Vermietung ohne Sex!" Unmoralische Anzeige schlägt hohe Wellen

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München - Kuriose Inserate für Wohnungen erregen immer wieder Aufsehen. Doch was ist noch in Ordnung und wo ist die Grenze? Ein Vermieter verlangt für den Einzug in eine Wohnung in München nun intime Gegenleistungen. Und hat damit offenbar auch noch Erfolg....

Die Wohnungsnot in München ist hoch. Gerade Studenten suchen oft monatelang, um eine vergleichsweise "günstige" Wohnung zu finden. Oft werden die Suchenden kreativ und versuchen ihr Glück mit lustigen Aushängen an Laternenmasten, schalten Inserate in der Zeitung, auf Facebook oder Immobilien-Portalen. 

"Mich interessiert nur, ob Du zur Wohnungsbesichtigung ein Höschen trägst"

Ein Inserat auf einem Kleinanzeigenportal sorgt jetzt erneut für Aufsehen, wie die Abendzeitung berichtet: Es klingt wie ein Schnäppchen, 1000 Euro kalt - mitten in der Maxvorstadt, dazu noch eine wunderschöne Neubauwohnung. 

Klingt verführerisch. Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken! Für den Einzug erwartet der Vermieter eine intime Gegenleistung. "Mich interessieren weder Dein Einkommen nich Deine SCHUFA Auskunft. Mich interessiert nur, ob Du zur Wohnungsbesichtigung ein Höschen trägst und ob Du einmal wöchentlich Lust hast mit Deinem Vermieter zu vögeln", zitiert die Abendzeitung den Wortlaut des Inserats. Erst dann folgen die Details der Wohnung. Zum Abschluss des Inserates betont der Vermieter nochmals: "Und nein, keine Vermietung ohne Sex!". 

Ist das Inserat ernst gemeint oder doch Fake?

Hinter dem Inserat steckt nicht etwa ein sehr lüsterner Vermieter, sondern ein Ehepaar aus Neumünster, wie die Abendzeitung weiter berichtet. Die beiden hätten sich demnach gefragt, wie weit Suchende wohl gehen würden, um eine der heiß begehrten Wohnungen in München zu bekommen. Es sei ein Experiment gewesen - für München aber auch Berlin. 

"Für die Wohnung in der Maxvorstadt gab es auf dem Portal insgesamt acht ernstgemeinte Anfragen mit Fotos und Angeboten. Davon waren fünf von Studentinnen", schreibt der Neumünsteraner der AZ. Auf einem anderen Portal seien es sogar 40 Anfragen gewesen. In Berlin wären es nochmal deutlich mehr gewesen. Die Intension des Paares: Aufzuzeigen, wie leicht Vermieter die angespannte Wohnungssituation ausnutzen könnten.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / Matthias Balk

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