Handy, Auto und Führerschein weg

Tochter wollte Video für Instagram: Vater heizt in Rennfahrermanier durch München

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München - Was tun Influencer nicht alles für das vermeintlich perfekte Foto oder Video? Die Menschen kennen oft keine Grenzen mehr. Auch in diesem Fall wurden für möglichst viele "Likes" Regeln und Gesetze missachtet. Für ein Video seiner Tochter raste ein Familienvater durch die Münchener Innenstadt. 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag beobachte eine Polizeistreife, wie ein 46-jähriger Mann mit einer Mercedes C-Klasse 204 mit etwa 120 Kilometer pro Stunde auf der Menzinger Straße stadtauswärts fuhr.

Er wechselte mehrfach die Spur, um durch den fließenden Verkehr zu fahren. Hierbei hielt er auch keinen Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen ein.

Drei Straßen weiter, auf der Verdistraße, konnte die Polizei den rücksichtslosen Raser anhalten. Der 46-Jährige stieg sofort aus und begründete die rasante Fahrt damit, dass eine seiner Beifahrerinnen ein Video machen wollte. 

Video für social media 

Mit im Auto saßen laut abendzeitung.de seine Frau (46), seine Schwägerin (20) sowie seine Tochter (20). Diese hatte, wie sich herausstellte, vom Rücksitz aus ein Video für Instagram machen wollen. (Anm. d. red.: Instagram ist eine social media-Plattform, auf der Personen Bilder und Videos veröffentlichen)

Als die Beamten den Vater mit dem Tatvorwurf konfrontierten, zeigte er sich wenig einsichtig und verweigerte sämtliche Maßnahmen der Polizei. Er war sich keiner Schuld bewusst.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Beamten den Führerschein des Vaters und der Mercedes wurde abgeschleppt

Des Weiteren wurden die Fahrzeugschlüssel und die beiden Mobiltelefone der 20-jährigen Tochter und der 20-jährigen Schwägerin als Beweismittel konfisziert.

Die Gefahr: Instagram

Immer wieder schlagen Influencer über die Stränge und begeben sich auf der Suche nach dem perfekten Foto in Gefahr. Ein besonders beliebter Platz für Instagram-Fans sind auch die Gumpen des Königsbachfalls am Königssee. 

Der Blick, in der Gumpe liegend, über den Königssee, ein Foto, dass sich mittlerweile auf vielen Kanälen finden lässt. Doch diese Stellen bergen auch eine gewisse Gefahr in sich. Für zwei junge Männer endete nämlich ein Badeausflug am sogenannten Königsbachfall am 23. April tödlich

Ob auch sie tatsächlich das Ziel eines perfekten Bildes verfolgten, wurde allerdings nie geklärt. Doch viele Experten teilten diese Vermutung.

Der Vater, welcher seiner Tochter einen Gefallen tun wollte, kassiert außerdem eine Anzeige wegen eines verbotenen Autorennens, berichtet abendzeitung.de.

mz/Polizei München

Rubriklistenbild: © dpa

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