Betrug im Raum München

"Falsche Polizisten" schlagen erneut zu

München - Am Mittwoch, 28. August erhielt eine 80-jährige Rentnerin einen Anruf einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Was folgte war eine ausgeklügelte Verbrecherstrategie.

Pressemeldung im Wortlaut:


Die Anruferin teilte mit, dass in der Umgebung mehrere Wohnungseinbrüche stattgefunden hätten und hierbei zwei Einbrecher festgenommen werden konnten. Die Einbrecher sollen hierbei eine Notiz mit dem Namen und der Adresse der Rentnerin mitgeführt haben.

Um die Glaubwürdigkeit des Anrufs zu unterstreichen, wurde die Münchnerin zunächst aufgefordert auf ein Freizeichen zu warten und im Anschluss die Notrufnummer 110 zu wählen. Dieser Aufforderung kam die Rentnerin nach, ohne dass die Verbindung tatsächlich beendet wurde.


Anschließend wurde sie wieder mit der Anruferin verbunden. Das weitere Gespräch führte jetzt ein weiterer angeblicher Polizeibeamter, der sich als „Timor Heim“ vorstellte. Er forderte die 80-Jährige auf, ihr Bargeld sowie weitere Wertgegenstände in Form einer Münzsammlung in einen Weidenkorb zu legen und gegen 1.00 Uhr im hauseigenen Mülltonnenhaus zu deponieren.

Als Grund hierfür gab er an, dass die Wertsachen vorsorglich von der Polizei gesichert und fotografiert werden müssten. Die Rückgabe ihrer Wertsachen sollte am nächsten Morgen bei einem weiteren Rückruf besprochen werden. Die Seniorin legte ihre Wertgegenstände am vereinbarten Ort ab. 

Nachdem sich der vermeintliche Polizist am nächsten Morgen nicht mehr meldete, setzte sich die Seniorin selbst mit der Polizei in Verbindung. Der Wert der erlangten Beute liegt bei mehreren tausend Euro.

Zeugenaufruf: 

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bergsonstraße / Altostraße / Industriestraße in Aubing Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 – AG Phänomene, Telefonnummer: 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei: 

- Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten

- Wenn Sie aufgefordert werden die 110 zu wählen, vergewissern Sie sich, dass die Verbindung definitiv getrennt wird (aufgelegter Telefonhörer). Verwenden Sie gegebenenfalls einen anderen Telefonanschluss, lassen Sie sich keinesfalls am Telefon weiterverbinden. 

- Verständigen Sie umgehend den Notruf 110.

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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