Das Opfer lag blutverschmiert im Hintereingang

Versuchte Tötung in München - Verdächtiger festgenommen

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München - Anwohner eines Mehrfamilienhauses fanden am Freitag am Hintereingang einen bewusstlosen Mann, der stark blutete. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

UPDATE, 26. Dezember, 13 Uhr: Verdächtiger festgenommen

Pressemeldung im Wortlaut:

Am Montag, 23. Dezember, gegen 17.40 Uhr, konnte nun nach intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen ein 22-jähriger Tatverdächtiger im Bereich des U- Bahnhofes Lehel festgenommen werden.

In seiner Vernehmung gab der 22-Jährige an, dass es im Rahmen eines Drogengeschäftes zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit gefährlichen Gegenständen gekommen sei, in deren Verlauf der 20-Jährige sich die schwere Kopfverletzung zugezogen habe.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Dienstag, 24. Dezember Haftbefehl gegen den 22-Jährigen unter anderem wegen versuchten Totschlags und bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Die Ermittlungen werden durch die Mordkommission fortgeführt.

Pressmeldung Polizei München

Erstmeldung, 22. Dezember, 12.22 Uhr:

Wie die Polizei München mitteilt, wurde am Freitag, den 20. Dezember, gegen 19.05 Uhr ein 20-Jähriger Mann von Anwohnern in einem Hintereingang eines Mehrfamilienhauses in der Heinrich-Böll-Straße gefunden. Er war nicht ansprechbar und blutete stark. Weil er bereits so viel Blut verloren hatte riefen die Anwohner sofort per Notruf die Polizei und den Rettungsdienst. 

Nach bisherigen Kenntnissen hatte der 20-Jährige einen bisher Unbekannten getroffen. Im Laufe des Treffens wurde dem jungen Mann dann eine lebensgefährliche und sehr stark blutende Kopfverletzung zugefügt. Er musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden, befindet sich aber aktuell außer Lebensgefahr. 

Die Polizei fand außerdem Munition einer sogenannten PTB-Waffe, auch Gaswaffe genannt. Der unbekannte Täter kam vermutlich mit sehr viel Blut in Kontakt, bevor er in unbekannte Richtung flüchtete. 

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

jv/Pressemeldung Polizei München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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