Zweimal mit Widerstand gegen Bundespolizisten

Vier Fälle körperlicher Gewalt in München - mehrere Verletzte

München – In vier Fällen musste die Bundespolizei am Wochenende bei Gewaltdelikten an Bahnhöfen einschreiten. Zweimal verweigerten Straftäter eine Mitnahme zur Dienststelle.

Am frühen Morgen des 13. Maies gerieten fünf Personen am Bahnsteig des S-Bahn-Haltepunktes Hackerbrücke - drei davon körperlich - aneinander – obwohl die S-Bahn wegen Bauarbeiten auf der Stammstrecke eine Pause eingelegt hatte.

Zwei befreundete 21-jährige Afghanen - beide mit gültiger befristeter Aufenthaltsgestattung - und drei Deutsche im Alter von zweimal 18 sowie 20 Jahren stritten kurz vor 6 Uhr erst verbal miteinander, dann kam es zu gegenseitigen Provokationen beider Gruppen. Diese gipfelten in einem Handgemenge mit gegenseitigen Schlägen und Tritten zwischen den beiden Afghanen und einem der 18-Jährigen.

Vier anwesende junge Männer trennten die Streithähne und alarmierten die Polizei. Als diese eintraf, versuchte einer der beiden Afghanen zu flüchten, was jedoch von den Einsatzkräften verhindert werden konnte. Der andere Afghane erlitt eine Platzwunde im Gesicht sowie eine Verletzung am Auge. Beides musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung aufgenommen. Alle drei Beteiligten waren - die beiden Afghanen mit 1,6 und 1,48 sowie 0,34 Promille - alkoholisiert.

Mit voller ungeöffneter Glasflasche attackiert

In einem Lebensmittelgeschäft im Ostbahnhof gerieten am 13. Mai gegen 15.35 Uhr ein 58-jähriger Deutscher und ein 59-jähriger Pole - beide mit 1,34 beziehungsweise 1,26 Promille alkoholisiert - aneinander. 

Im Verlauf des Streits schlug der Deutsche dem Polen mit einer vollen ungeöffneten Glasflasche mit dem Flaschenboden ins Gesicht. Der 59-Jährige erlitt dadurch eine Zahnverletzung. Im Anschluss an die Tat stellte der 58-Jährige die Flasche wieder zurück in den Bierträger, aus der er sie zuvor entnommen hatte, und flüchtete.

Eine alarmierte Streife der Bundespolizei stellte den Täter wenig später nach kurzer Fahndung am Ostbahnhof und nahm ihn vorläufig fest. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung wurden eingeleitet.

Widerstand gegen Polizeibeamte

Ebenfalls am 13. Mai wollte in 51-jähriger Kenianer ein Lokal im Hauptbahnhof nicht verlassen. Als sich der Afrikaner auch auf Aufforderung der Bundespolizei nicht entfernte, verweigerte er die Feststellung seiner Identität. Beim Verbringen zur Dienststelle kam es zu Widerstandshandlungen, worauf der 51-Jährige von den Einsatzkräften gefesselt zur Wache gebracht wurde.

Polizisten attackiert

Bereits am 12. Mai konnte eine Streife der Bundespolizei einen 42-jährigen Deutschen beim Versuch einer Diebstahlshandlung am Hauptbahnhof beobachten. Als der 42-Jährige zur Dienststelle mitgenommen werden sollte, widersetzte er sich den Anweisungen der Beamten und versuchte, auf sie einzuschlagen. Er musste zu Boden gebracht und gefesselt werden.

In beiden Fällen ermittelt die Bundespolizei wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die eingesetzten Beamten wurden nicht verletzt und waren weiterhin dienstfähig.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion München

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