Polizei München warnt

Vorsicht Betrüger: Wieder falsche Polizisten am Telefon

München - In den vergangenen Wochen nutzten Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, das Vertrauen von einigen Bürgern aus, um große Geldsummen erbeuten zu können.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

In allen Fällen wurden die betrogenen Personen angerufen. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und erzählte diverse Geschichten, um an Geld und Wertgegenstände zu kommen. Die betrogenen Personen holten Geld von zu Hause oder von ihrer Hausbank und deponierten es anschließend in der Nähe ihrer Wohnanwesen.

Münchnerin legt Geld in einen Staubsauger

In einem Fall wurde eine ältere Dame (70) am Donnerstag, 17. September, von den Tätern aufgefordert, 25.000 Euro von ihrem Konto abzuheben. Die Bankangestellten fragten richtigerweise nach der Verwendung des Geldes.
Die Münchnerin gab einen anderen Verwendungszweck an, woraufhin sie das Geld erhielt. Anschließend legte sie die Geldsumme in einen Staubsauger und stellte diesen vor ihrem Anwesen in Kleinhadern ab. Dies ermöglichte den Tätern das Geld zu stehlen.

Betrüger erbeuteten mit ihren Telefonaten über 400.000 Euro

Die AG Phänomene des Kriminalfachdezernats 3 ermittelt seit Dienstag, 15. September in sechs Fällen, in denen zusammen über 400.000 Euro Schaden entstanden sind. Lediglich in einem Fall in Gräfelfing, konnte die Übergabe verhindert werden.
Hier wiesen die Täter einen älteren Mann (70) an, per Fernzugriff auf seinen Laptop zuzugreifen. Sie bestellten daraufhin Gold im Wert von über 50.000 Euro und ließen dies an die Anschrift des Gräfelfingers liefern. Den ermittelnden Beamten wurde der Sachverhalt bekannt und sie konnten die Auslieferung des Goldes sowie die Abbuchung vom Konto des Gräfelfingers stoppen.

Hinweise Ihrer „echten“ Polizei:

Die Polizei würde Sie niemals auffordern, Wertgegenstände vor Ihrem Wohnanwesen oder an anderen Örtlichkeiten abzulegen und nicht über Fernzugriff auf Ihren Computer zugreifen. Vergewissern Sie sich bitte durch einen Rückruf bei einer Polizeidienststelle, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte.
Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig ausweisen können.

Dieser Hinweis gilt für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.

Mit diesen fünf Tipps schützen Sie sich vor einem Betrug im Namen der Polizei:

1. Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten
2. Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. 
3. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
4. Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen.
5. Stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Pressemitteilung der Polizei München

Rubriklistenbild: © picture alliance/Martin Gerten/dpa (Symbolbild)

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