Im Münchner Stadtteil Trudering

Staatsanwaltschaft durchsucht Modefirma Bogner

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München - Der Ärger geht für Willy Bogner weiter. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Räumlichkeiten seiner Modefirma. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung.

Ende Juni machte die Meldung die Runde, dass der ehemalige Ski-Star Willy Bogner Ärger mit der Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung hat. Am Mittwoch, den 24. Juli, wurden nach Informationen der Bildzeitung die Büroräume der Modefirma Bogner im Münchner Stadtteil Trudering von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Mehrere Beamte haben am Mittwochmorgen begonnen, die Räumlichkeiten zu durchsuchen und blieben bis zum späten Nachmittag. 

„Es geht um das bereits bekannte Steuerthema. Das Management kooperiert in vollem Umfang", so die Bogner-Sprecherin Jenny Levie gegenüber der Bild. Wegen der in der Vergangenheit nicht versteuerten Rabatte habe sich das Unternehmen bereits selbst angezeigt, weshalb das Unternehmen die Durchsuchungen nicht nachvollziehen kann.

Vorbericht

Willy Bogner, einer der besten Skifahrer der Sechziger Jahre, soll Mitarbeiter kostenlos mit Waren aus der Musterkollektion ausgestattet haben. Außerdem habe er verbilligte Einkäufe der Mitarbeiter dem Finanzamt nicht gemeldet. Dies soll über einen Zeitraum von drei Jahren laut einem anonymen Schreiben geschehen sein. Die Rede ist von einem Steuervorteil in Höhe von rund einer Million Euro. 

Ob Willy Bogner von diesen Vorgängen wusste, ist bislang unklar. Die Beamten ermitteln offenbar auch gegen die Mitarbeiter.

ma

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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