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Oktoberfest-Blaulicht, Tag 7 und 8

Oberschenkel-Biss, ein „Bratwurst-Randalierer“ und mehrere üble Maßkrug-Attacken

Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild)
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Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

München – Alle Hände voll zu tun hatte die Münchner Polizei am Freitag (23. September) und Samstag (24. September) rund um das Oktoberfest. An vielen Stellen auf und neben dem Festgelände gab es zum Teil gewaltig Ärger. Das Oktoberfest-Blaulicht von Tag 7 und 8:

Taschendiebe landen hinter schwedischen Gardinen

Speziell für das Oktoberfest eingesetzte Fahnder aus Berlin konnten am Freitag (23. September) gegen 23 Uhr beobachten, wie ein zwei Rumänen (30/31) ohne festen Wohnsitz in Deutschland eine Geldbörse aus einer Jackentasche und kurz darauf Kopfhörer aus einer getragenen Handtasche einer 20-Jährigen mit Wohnsitz in München entwendeten. Kurze Zeit später erfolgte die Festnahme der beiden Taschendiebe. Bei der Durchsuchung konnte das Diebesgut aufgefunden werden und später den Geschädigten ausgehändigt werden. Die beiden Tatverdächtigen wurden festgenommen und nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Randalierer beißt Polizist in Oberschenkel

Bereits Stunden zuvor, gegen 18.40 Uhr, wurde ein wohnsitzloser Tscheche (30) vom Sicherheitsdienst hochkant aus einem Festzelt geworfen, nachdem er sich dort sehr aggressiv benommen hatte. Bei seinem Rauswurf leistete er jedoch massiven Widerstand und begann um sich zu schlagen. Polizisten eilten zur Unterstützung herbei – und einer bekam dabei auch sein „Fett“ weg, denn der Tscheche biss einem 28-jährigen Beamten auf dem Weg zur Wiesnwache in den Oberschenkel. Dadurch wurde der Polizist leicht verletzt. Der Tscheche wurde daraufhin gefesselt und landete letztlich in einer Arrestzelle. Bei der vorangehenden Durchsuchung fand die Polizei außerdem noch verbotene Betäubungsmittel. Auch der Randalierer wird nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Italiener mit Bratwurst äußerst unzufrieden

Am Freitag um kurz vor Mitternacht geriet ein 44-jähriger Italiener mit dem Personal einer Wirtsbude auf dem Festplatz in Streit. Der Grund war nach Informationen von rosenheim24.de kurios: Offenbar war der Italiener mit dem Geschmack einer zuvor am Stand gekauften Bratwurst äußerst unzufrieden. Der Streit mit dem Personal eskalierte insofern, als dass der 44-Jährige die Kasse des Standes herausriss und dabei einen Schaden von mehreren tausend Euro verursachte. Eine Streife der Polizei kam hinzu und verfrachtete den aggressiven Bratwurst-Esser in einer Arrestzelle. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Aggressiver Dieb beleidigt Polizei

Ärger machte am späten Samstagabend (24. September) gegen 23.40 Uhr ein 24-jähriger Münchner. Erst klaute er einem Lebensmittelstand in der Matthias-Pschorr-Straße diverse Lebensmittel, dann beleidigte er auch noch die eingesetzten Polizisten, die den Diebstahl live beobachtet hatten. Wegen seines aggressiven „Auftritts“ wurde der Münchner gefesselt und anschließend abgeführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen blieb der Aggressor jedoch auf freiem Fuß.

Bezahlversuche mit fremder Kreditkarte

Zuvor, nämlich gegen 22.15 Uhr, hatte ein 50-Jähriger aus dem Landkreis Coisfeld bereits bemerkt, dass unberechtigterweise mit seiner Kreditkarte bezahlt wurde. Er erhielt entsprechende Benachrichtigungen über Abbuchungen auf sein Mobiltelefon. Als er nach seiner Kreditkarte sehen wollte, stellte er fest, dass sein gesamter Geldbeutel  entwendet wurde. Der 50-Jährige konnte die Abbuchungen zu einer Wirtsbude auf dem Oktoberfest zurückverfolgen. Ein Mitarbeiter des dortigen Sicherheitsdienstes konnte einen 28-jährigen Bosnier feststellen, welcher den Geldbeutel des 50-Jährigen bei sich hatte und versuchte mit der Kreditkarte zu zahlen. Der 28-Jährige wurde vorläufig festgenommen und auf die Wiesnwache gebracht. Ihn  erwartet nun eine Anzeige unter anderem wegen Diebstahl. 

Mehrere üble Masskrug-Attacken – ein Schwerverletzter

Darüber hinaus kam es noch zu mehreren Attacken, bei denen Masskrüge entweder als Wurfgeschoss oder Schlagwerkzeug eingesetzt wurden. Die Folgen waren zum Teil erheblich. Gegen 18.40 Uhr gerieten zunächst zwei Männer (31/28) aus München in Streit. Nachdem Ordner die beiden Streithansel getrennt hatten, gingen die beiden wenig später wieder aufeinander los, wobei der 31-Jährige dem 28-Jährigen einen Bierkrug ins Gesicht schlug. Das Opfer musste mit einer Ambulanz abtransportiert werden, der Schläger kassierte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 20 Uhr schlug dann ein 26-jähriger Schweizer einem 30-jährigen Sicherheitsdienstmitarbeiter einen Maßkrug auf den Kopf. Bei dem Schlag zerbarst der Masskrug. Als der 30-Jährige zu Boden ging, trat der 26-Jährige außerdem noch auf ihn ein. Die beiden konnten von Zeugen getrennt werden und der Schweizer bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Der 30-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde und musste genäht werden. Bei einer Vernehmung gab der Schweizer an, dass er vom Security aus dem Zelt verwiesen worden war und ihn deshalb im Anschluss gezielt aufgesucht hatte. Der 26-Jährige landete in einer Haftanstalt.

Zwei Stunden später eskalierte ein Streit zwischen einem 25-jährigen Münchner und einem 22-Jährigen aus dem Landkreis Schwandorf. Im weiteren Verlauf  des Streites warf der 25-Jährige dem 22-Jährigen einen Maßkrug in hohem Bogen ins Gesicht.  Der 25-Jährige konnte von der Polizei vorläufig festgenommen wurden und wurde nach der Sachbearbeitung  wieder entlassen. Der 22-Jährige wurde mit dem Verdacht einer schweren Kopfverletzung durch den  Rettungsdienst behandelt. Gegen den 25-Jährigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

mw (mit Material des Polizeipräsidiums München)

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