Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Oktoberfest-Blaulicht, Tag 2

Verbotene Drohnen, fiese Diebstähle und ein Brutalo-Treter

Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild)
+
Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

München – Ordentlich „rund“ ging es auch am zweiten Wiesn-Tag auf und neben der Theresienwiese. Die Polizei hatte bei zahlreichen Einsätzen am Sonntag (18. September) einiges zu tun.

Journalisten kassieren Anzeige nach Drohnenflug

Gegen 17.40 Uhr konnte eine Einsatzgruppe einen Drohnenflug über dem Biergarten eines Festzeltes feststellen. Im Biergarten konnte Serbe (44) angetroffen werden, der die Drohne steuerte. Die Beamten kontrollierten den 44-Jährigen und seinen 45-Jährigen, ebenfalls serbischen Begleiter. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um zwei Medienvertreter handelte,  welche die Drohne aus beruflichen Gründen einsetzten. Der Pilot ließ die Drohne im Biergarten landen, ohne dass es zur Gefährdung von Personen kam. Im  Rahmen erster Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass der 45-Jährige dem 44-Jährigen den Auftrag erteilt hatte, mit der Drohne Lichtbilder und Videoaufnahmen vom Festgelände zu machen. Ärger gab es jedoch für beide: Die beiden Serben erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Luftverkehrsgesetz. Sie mussten vor ihrer Entlassung auch eine Sicherheitsleistung in beträchtlicher Höhe hinterlegen.

Natürlich sind auf dem Oktoberfest auch Langfinger wieder mal aktiv: Gegen 22.45 Uhr konnten Taschendiebfahnder einen 39- jährigen Münchner dabei beobachten, wie dieser mehrere Jacken aus einer Box in einem Festzelt klaute und diese in eine Putzkammer brachte. Dort durchsuchte der Dieb die Jacken in aller Ruhe nach Wertsachen. Der Mann wurde von den Fahndern vorläufig festgenommen. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige als Reinigungskraft in einem Festzelt arbeitet. Er erhielt eine Anzeige wegen wegen besonders schweren Fällen von Diebstahl.

Eine Viertelstunde später konnten Fahnder aus Prag einen 18-jährigen Münchner und einen 19-Jährigen aus dem Landkreis Mühldorf dabei beobachten, wie diese in einem Festzelt mehrmals die Gelegenheit zu Diebstählen suchten.  Der 18-Jährige entwendete in weiterer Folge eine Trachtenjacke von einer Bierbank im Festzelt und durchsuchte diese im Anschluss im Außenbereich gemeinsam mit dem 19-Jährigen nach Wertgegenständen. Die beiden jungen Männer wurden vorläufig festgenommen.

Dreister Handydieb mit ganz fieser Masche

Um kurz vor Mitternacht, gegen 23.50 Uhr, wurde einer 20-jährigen Amerikanerin ihr Smartphone aus der Handtasche entwendet. Nachdem das Fehlen des Mobiltelefons festgestellt wurde, rief eine Bekannte der 20-Jährigen auf diesem an. An das Telefon ging ein zunächst unbekannter Mann, welcher für die Rückgabe des Telefons mehrere Hundert Euro forderte. Die 20-Jährige vereinbarte mit diesem einen Übergabeort auf dem Festgelände. Nach dem Telefonat verständigte sie jedoch die Polizei. Der 34-jährige Tatverdächtige aus München konnte am Übergabeort festgenommen werden. Neben dem Mobiltelefon der 20-Jährigen wurden bei diesem noch weitere Mobiltelefone aufgefunden. Ob diese auch gestohlen wurden, bedarf noch weiterer Ermittlungen. Der 34-Jährige kassierte zahlreiche Anzeigen und landete letztlich in Polizeigewahrsam, da er sich im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen sehr aggressiv präsentierte.

Bereits einige Stunden zuvor gab es in einem Bierzelt eine handfeste Auseinandersetzung. Gegen 18.20 Uhr war ein 34-Jähriger mit einem 45-Jährigen, beide aus München, in Streit geraten – warum genau, ist bislang unklar. Fest steht, dass der 45-Jährige eigentlich als Reinigungskraft im Toilettenbereich arbeitet. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Schlägerei, wobei der 45-Jährige eine satte Platzwunde im Gesicht erlitt. Der 34-Jährige agierte auch nach Eintreffen der Polizei weiter aggressiv und musste deswegen mit einer Plastikfessel gefesselt werden. Doch der Randalierer schaffte es, die Fessel zu lösen und attackierte im Anschluss Polizisten. Deswegen wurde er letztlich - auf einer Trage fixiert - zu Wiesnwache transportiert. Dort erlitt er nach Polizeiangaben einen Krampfanfall und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Beide Schläger erhielten übrigens entsprechende Anzeigen.

Polizei nimmt Brutalo-Treter fest

Kurz vor „Toresschluss“ kam es gegen 23 Uhr noch zu einer weiteren Schlägerei – und zwar zwischen einem 21-Jährigen aus München und einem 20-Jährigen aus Essen. Dabei stürzte der 20-Jährige zu Boden. Dies nützte der Schläger aus Essen aus und sprang nach Polizeiangaben im Anschluss mit dem Fuß auf das Gesicht des am Boden liegenden 20-Jährigen. Der Essener wurde bei der Attacke schwer verletzt und musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Der Münchner wurde festgenommen – und wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Zudem ermittelt nun die Münchner Kriminalpolizei.

mw (mit Material des Polizeipräsidiums München)

Kommentare