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Oktoberfest-Blaulicht, Tag 9

Eine Brutalo-Attacke, ein Hundezwinger-Sturz – und ein teurer Urinstrahl

Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild)
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Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

München – Am mittleren Wiesn-Sonntag (25. September) hatte die Polizei – genau zur „Fest-Halbzeit“ – auf und neben dem Festgelände wieder einiges zu tun und musste zahlreiche Einsätze abarbeiten. Das Wiesn-Blaulicht von Tag 9:

Notarzt-Einsatz nach Brutalo-Attacke

Gegen 22.45 Uhr kam es zu einer brutalen Masskrug-Attacke: Dabei schlug ein 26-Jähriger aus dem Landkreis München aus bislang ungeklärter Ursache einem Münchner (38) einen Maßkrug von hinten auf den Kopf. Der 38-Jährige erlitt dadurch eine stark blutende Kopfplatzwunde. Eingesetzte Polizeikräfte leisteten Erste Hilfe bis zum Eintreffen eines Notarztes. Anschließend wurde der Mann in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Brutalo-Schläger konnte in Tatortnähe festgenommen werden. Aber damit war der Ärger noch nicht vorbei: Der 26-Jähriger leistete auch in einer Arrestzelle noch massiven Widerstand, wodurch ein Polizist leicht verletzt wurde. Der Schläger kassierte mehrere Anzeigen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Rund eine Viertelstunde später bemerkten Taschendiebfahnder im Bereich des Haupteinganges einen 31-jährigen Kolumbianer, der  sich auffällig nervös verhielt. Als die Fahnder den 31-Jährigen kontrollieren wollten, warf er seine mitgeführte Tasche weg und versuchte zu flüchten. Nach wenigen Metern konnte  er jedoch gestellt und festgenommen werden. Da wurde auch der Grund für die Flucht des Südamerikaners rasch klar: In der Tasche befanden sich zehn Mobiltelefone, deren „Herkunft“ der Mann nicht schlüssig erklären konnte. Im Rahmen erster Ermittlungen kam heraus, dass der Mann die Handys alle in den letzten Stunden auf der Wiesn gestohlen hatte. Da der 31-Jährige in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wird er nun einem Haftrichter vorgeführt werden.

Wiesn-Gast stürzt in Hundezwinger

Kurz vor Mitternacht, gegen 23.50 Uhr, beobachtete ein anderer Fahnder einen Münchner (41), der am Goetheplatz überaus „eifriges Interesse“ am (Ab-)Strom von betrunkenen Wiesn-Besuchern zeigte. Nach einigen Minuten trat der Mann an eine 41-jährige Finnin heran und versuchte, sie in ein Gespräch zu vermitteln. Die Frau gab zu verstehen, daran nicht interessiert zu sein und wollte weitergehen. Doch der 41-Jährige setzte nach, riss der Frau die Handtasche vom Arm und flüchtete in einen Hinterhof. Dort konnte er von der Polizei gestellt und festgenommen werden. Da bereits wegen ähnlicher Delikte aufgefallen war, muss der Münchner nun auch vor dem Haftrichter antanzen.

Äußerst kuriose Szenen gab es bereits einige Stunden zuvor. Gegen 17 Uhr fuhr ein bislang unbekannter Mann mit einem  Kettenkarussell. Dabei verlor er einen bislang unbekannten persönlichen Gegenstand.  Nach der Fahrt verschaffte er sich auf bislang unbekannte Weise Zugang zum abgesperrten Schaustellergelände und kletterte auf der Suche nach diesem Gegenstand auf den  Wohnwagen eines Schaustellers (49). Dies ging jedoch gründlich schief: Bei der Suche stürzte der Unbekannte in einen Hundezwinger neben dem Wohnwagen und wurde dabei auch von einem Hund gebissen. Der Mann wurde offenbar im Anschluss ärztlich behandelt, entfernte sich nach Polizeiangaben jedoch unerkannt. Bekannt wurde der Vorfall nur, als der Schausteller mit einem Begleiter (28) des Unbekannten auf die Wiesnwache kam und den „Zwischenfall“ meldete.

Frau (19) durch Flaschenwurf erheblich verletzt

Flaschenwurf an der Hackerbrücke.

Unterdessen ging es auch bei der An- und Abreise zur Wiesn zum Teil gehörig zur Sache. So wurde in der Nacht auf Sonntag gegen 1.30 Uhr eine junge Frau (19) am S-Bahnhof Hackerbrücke von einer Bierflasche am Kopf getroffen, die ein Unbekannter von oben von der gleichnamigen Brücke geworfen hatte. Die Frau erlitt eine stark blutende Platzwunde sowie eine Gehirnerschütterung und musste deswegen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. „Aufgrund der Tatörtlichkeit am Treppenabgang und den Erkenntnissen der Kameraaufzeichnungen vom Bahnsteig gilt ein zufälliges Herunterfallen als äußerst unwahrscheinlich“, teilte die Bundespolizei mit, die nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das Wurfgeschoss wurde sichergestellt.

Betrunkener trifft mit Urinstrahl andere Person

Am frühen Abend gegen 18.15 Uhr konnten Bundespolizisten dann einen 23-Jährigen aus Reichersbeuern (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) dabei beobachten, wie er an der Hackerbrücke sein Glied entblößte und in aller Ruhe zu urinieren begann. Mindestens eine unbekannte Person hat der Mann dabei mit seinem Urinstrahl getroffen, teilte die Polizei mit. Wegen Körperverletzung und exhibitionistischer Handlung wird der stark Alkoholisierte nun angezeigt, hieß es weiter.

Kurz nach 22 Uhr kam es – wiederum auf der Hackerbrücke – zu einer handfesten Schlägerei. Ein 31-Jähriger sollte seinen mitgeführten Masskrug vor dem Abgang an der Treppe zum Bahnsteig abgegeben. Er verweigerte dies gegenüber einem Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn. Dann schlug er dem Sicherheitsmann zunächst auf den Arm und anschließend mehrfach ins Gesicht. Die Polizei ging dazwischen und ermittelt gegen den betrunkenen Schläger aus dem Münchner Stadtteil Ramersdorf (1,76 Promille) nun wegen Körperverletzung.

mw

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