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Oktoberfest-Blaulicht, Tag 6

Dreiste Diebstähle - Polizei muss beißende und tretende Wiesn-Besucher fesseln

Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild)
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Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

Auch am ersten Oktoberfest-Donnerstag (22. September) hatte die Wiesn-Polizei alle Hände voll zu tun.

München - Der erste Einsatz für die Wiesn-Wache war an diesem Tag gegen kurz nach 16 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine 51-Jährige mit Wohnsitz in München in einem Bekleidungsgeschäft in der Weinstraße (Altstadt). Im selben Geschäft befanden sich zu dieser Zeit auch eingesetzte Polizeibeamte.

Die Beamten konnten beobachten wie eine 31-Jährige, eine 32-Jährige und ein 21-Jähriger (alle mit ukrainischer Staatsangehörigkeit) ohne festen Wohnsitz in Deutschland ein hochwertiges Mobiltelefon aus der Handtasche der 51-Jährigen entwendeten.

Kurze Zeit später erfolgte die Festnahme der drei Taschendiebe vor dem Geschäft. Bei der Durchsuchung konnte das entwendete Mobiltelefon aufgefunden werden und später der 51-Jährigen wieder ausgehändigt werden.

Alle drei Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht und werden dort im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Das sollte nicht der einzige Taschendiebstahl an diesem Tag bleiben.

Fall 2: Gegen 20.55 Uhr befand sich ein 42-Jähriger in einem Festzelt. Dieser hatte seine Bauchtasche neben sich auf der Bierbank abgelegt. Ein 35-Jähriger nutzte die Gelegenheit zum Diebstahl, nahm die Bauchtasche des Wiesnbesuchers an sich und entfernte sich. Sofort entnahm er aus der Bauchtasche die Geldbörse und warf die Bauchtasche weg.

Der Diebstahl sowie das Entledigen der Bauchtasche konnte durch Polizeibeamte beobachtet werden, sodass diese den 35-Jährigen vorläufig festnahmen. Die entwendete Geldbörse konnten die Beamten bei ihm auffinden und an den Wiesngast zurückgeben.

Fall 3: Gegen 23.30 Uhr befand sich ein 28-jähriger, amerikanischer Wiesngast im Bereich der Kreuzung Bavariaring/ Pettenkoferstraße. Für das Oktoberfest eingesetzte Polizeibeamte konnten beobachten, wie ein 36-Jähriger wohnsitzloser Slowake zum 28-Jährigen ging, diesen ablenkte und ihm dabei das Mobiltelefon aus der Jacke entwendete.

Die Beamten nahmen den Slowaken fest, stellten das entwendete Mobiltelefon sicher und händigten es dem 28-Jährigen wieder aus.

Fall 4: Gegen 0.50 Uhr konnten Polizeibeamte im Wiesnumfeld drei Tatverdächtige beobachten, die augenscheinlich alkoholisierte Festbesucher umarmten und dabei nach Wertgegenständen durchsuchten.

In einem Fall gelang den Tatverdächtigen der Diebstahl einer Halskette von einem 57-jährigen Münchner. Dieser bemerkte die Tat und entriss dem Taschendieb seine Halskette. Die Beamten nahmen die Tatverdächtigen daraufhin fest. Bei der Durchsuchung eines Tatverdächtigen (28-jähriger Libyer ohne festen Wohnsitz in Deutschland) konnten weitere Wertgegenstände aufgefunden werden, für die kein plausibler Eigentumsnachweis erbracht werden konnte.

Alle Tatverdächtigen wurde angezeigt und in die Haftanstalt beim Polizeipräsidium München gebracht. Dort wurden sie im Laufe des Tages einem Ermittlungs-/Haftrichter vorgeführt.

Beißender Wiesn-Besucher

Neben den zahlreichen Diebstählen kam es auch wieder zu tätlichen Angriffen und Körperverletzungen. Gegen 21.15 Uhr wurde ein 25-Jähriger mit Wohnsitz in Bad Kissingen durch den Ordnungsdienst zum Verlassen eines Festzeltes aufgefordert. Weil er der Aufforderung nicht nachkam, begleiteten ihn zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nach draußen.

Auf dem Weg zum Ausgang sperrte er sich wiederholt gegen die Maßnahme. Hierbei kam es zu einer Rangelei in deren Verlauf der 25-Jährige einem 23-jährigen Ordnungsdienstmitarbeiter in den Oberarm biss. Die vor Ort eilenden Beamten der Wiesnwache zeigten den 25-Jährigen wegen Körperverletzung an. Im Verlauf der vorangegangenen Auseinandersetzung wurde der 25-jährige Tatverdächtige ebenfalls verletzt. Deshalb wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Tätlicher Angriff auf Polizisten

Zum Abschluss, gegen 0.30 Uhr, wurden im Rahmen eines Polizeieinsatzes Absperrmaßnahmen im Bereich der Matthias-Pschorr-Straße in Richtung des Esperantoplatzes durchgeführt. Die Absperrung war durch Flatterband und Polizeikräfte deutlich erkennbar.

Ein 28-Jähriger versuchte mehrfach an der Absperrung vorbeizukommen und verhielt sich dabei gegenüber den eingesetzten Beamten äußerst aggressiv. Einem gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis kam er nicht nach, so dass er von Beamten an den Oberarmen genommen wurde, um ihn von der Absperrung fernzuhalten.

Als die Beamten den 28-Jährigen abgesetzt von der Absperrung losließen, holte dieser unvermittelt aus und schlug in Richtung eines Polizeibeamten. Er wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei trat er mit seinem Bein gegen den Brustkorb eines weiteren Polizeibeamten, so dass auch seine Beine gefesselt werden mussten.

Die Beamten zeigten den 28-Jährigen schließlich wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte an und brachten ihn zur Wiesnwache. Auf dem Weg zur Wiesnwache spuckte er noch einen Sanitäter an, weshalb er zudem wegen Beleidigung angezeigt wurde.

Weil der 28-Jährige sich weiterhin aggressiv verhielt und mit der weiteren Begehung von Straftaten zu rechnen war, musste er nach Abschluss der Anzeigenaufnahme im Polizeigewahrsam bleiben. Er wurde am Freitagmorgen entlassen.

mz (mit Material des Polizeipräsidiums München)

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