IHK legt Umfragewerte vor

Die Wirtschaft boomt in Oberbayern: Doch es gibt einen Haken

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München - Das Stimmungshoch der Wirtschaft in Südostoberbayern hält an. Dennoch fehlt es an Fachkräften.

Die Wirtschaft in Südostoberbayern ist mit einem Stimmungshoch in das neue Jahr gestartet. Mit einem Wert von 130 Punkten befindet sich der Konjunkturindex der IHK für München und Oberbayern auf unverändert hohem Niveau

Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage bei den Unternehmen in den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein, Berchtesgadener Land sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim. Insgesamt bezeichnet über die Hälfte der Unternehmen ihre Geschäftslage als „gut“ und weniger als 10 Prozent als „schlecht“. Im Saldo sinken zwar die Beurteilungen von 54 auf weiterhin sehr positive 46 Punkte, IHK- Hauptgeschäftsführer Peter Driessen schaut allerdings weiterhin zuversichtlich in die Zukunft: „Der Boom geht weiter, da im Vergleich zum Herbst die Unternehmen optimistischer in die Zukunft blicken. 

Blick in die Zukunft

25 Prozent rechnen mit einer Belebung des Geschäfts, weniger als 10 Prozent befürchten eine Eintrübung.“ Dementsprechend planen die Betriebe sowohl wieder mehr Investitionen als auch mehr Personaleinstellungen. Rund jedes fünfte Unternehmen sucht derzeit zusätzliche Arbeitskräfte, nur jedes Zehnte will hingegen Stellen abbauen. Veränderungen gibt es aber auch in der Risikobewertung. 

Die Achillesferse für die Unternehmen in Südostoberbayern bleibt der Fachkräftemangel. Insgesamt 58 Prozent der befragten Unternehmen sehen darin das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung – so viele wie noch nie seit Einführung der Risikofragen vor fünf Jahren und deutlich mehr als der bayerische Durchschnitt von 50 Prozent.

Relevant bleiben zudem die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, welche 51 Prozent der Befragten als Risiko nennen. „Auf der internationalen Bühne ist Donald Trump ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Doch auch in Europa gibt es mit Brexit, den anstehenden Wahlen in Frankreich sowie der schwachen Wirtschaftsentwicklung Italiens gleich mehrere Sorgenkinder“, erklärt der IHK-Chef. 

Driessen forderte deshalb höchste Priorität für die Beibehaltung des europäischen Binnenmarktes und des Freihandels: „Die stark exportorientierte Wirt- schaft zwischen Altötting, Rosenheim und Bad Reichenhall gedeiht nur in einer globalisierten und arbeitsteiligen Welt.“ Auf Deutschland bezogen kritisieren die Unternehmen neben der zunehmenden Regulierung die fehlende politische Bereitschaft, entlastende Reformen für die Wirtschaft umzusetzen. Als weiterer Risikofaktor kommt die Bundestagswahl im Herbst dazu.

Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern

Rubriklistenbild: © dpa

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