Startschuss zur Testphase für Pfandboxen im Food-Bereich

Nach zwei Jahren: Recup geht im Kampf gegen Einwegverpackung in nächste Runde

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München - Ein flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher als nachhaltige Alternative zum Einwegbecher – das ist die Idee hinter RECUP. Die Vision? Einweglösungen im to-go-Bereich abschaffen und unnötige Ressourcenverschwendung verhindern.

Die Pressemeldung in Wortlaut:

Am 15. Mai 2017 ging das Münchner Startup RECUP mit ca. 50 Partnern in München an den Start. Seitdem hat sich in der Diskussion rund um Einwegverpackungen viel getan und das Thema ist nicht mehr aus der Öffentlichkeit und der Politik wegzudenken. Dafür gibt es auch 2,8 Milliarden “gute” Gründe: Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. wird diese Zahl jährlich an Coffee-to-go Einwegbechern allein in Deutschland verbraucht – das sind 320.000 Becher pro Stunde!

Als Vorreiter startete RECUP deshalb vor zwei Jahren die Coffee-to-go-Revolution. Ein flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher als nachhaltige Alternative zum beschichteten Pappbecher. Die Idee dazu testeten die beiden Gründer Florian Pachaly und Fabian Eckert zuvor in einer dreimonatigen Pilotphase in Rosenheim. Mittlerweile arbeiten die beiden Gründer gemeinsam mit einem 24-köpfigen Team und einer wachsenden Anzahl von RECUP-Partnern an der Verdichtung des Pfandnetzes.

Bei mittlerweile über 2500 Ausgabestellen in ganz Deutschland kann man heute den Coffee-to-go nachhaltig im RECUP-Pfandbecher bestellen und so ganz einfach auf Einwegmüll verzichten. Neben einzelnen Cafés und Bäckereien schließen sich auch immer mehr Ketten und Inhouse-Partner an und es konnten bereits knapp 25 Städte und Kommunen als offizielle Kooperationspartner mit eigener Skyline-Edition gewonnen werden. Auch im Ausland stößt die Pfand-Idee aus Deutschland auf großes Interesse.

Konzeptausweitung: Testphase zu Pfandboxen in München

Mit den vielfältigen Erfahrungen zur Einführung und dem Ausbau eines Pfandsystems im Kaffeebereich möchte RECUP auch generell dazu beitragen, das to-go-Geschäft nachhaltiger zu gestalten. Aus diesem Grund startet RECUP eine Testphase mit Food-Pfandboxen, als umweltfreundliche Alternative zu Einwegverpackungen für Take-Away und Lieferservice: Ab 15. Mai wird bei fünf Testpartnern während einer Pilotphase in München getestet, inwieweit ein Mehrweg-Pfandsystem im Food-Bereich eingesetzt werden kann. Ziel ist es, große Mengen an to-go-Einwegverpackungen dauerhaft zu reduzieren und eine ressourcenschonende Alternative zu etablieren. Auch hier wird darauf geachtet, dass das System einfach, bequem und benutzerfreundlich funktioniert.

So funktioniert das Pfandsystem: 

Kaffeegenießer kaufen ihren Coffee-to-go im RECUP, hinterlegen 1€ Pfand, leere Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Als einziges flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go schafft RECUP eine einfache und nachhaltige Alternative, nicht nur zum Umweltproblem Einwegbecher, sondern auch als bequemes Pendant zum kaufbaren Mehrwegbecher.

Warum Mehrweg?

Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. (2015) werden alleine in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Coffee-to-Go Einwegbecher verbraucht. Das sind 320.000 Becher pro Stunde! Diese bestehen überwiegend aus Papierfasern und sind auf der Innenseite mit Plastik beschichtet. Ein Recycling ist durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt: Alleine für die Papierherstellung der Einwegbecher werden so jährlich 43.000 Bäume gefällt.

Pressebericht RECUP GmbH

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