Gleich zwei Fälle in München

Hitlergruß, Körperverletzung und Beleidigung: mehrere ausländerfeindliche Taten in München

München - Gleich zwei Vergehen mit ausländerfeindlichem Hintergrund wurden in der Vergangenen Woche in München begangen. Die Polizei sucht Zeugen.

Pressemeldung im Wortlaut

Am Freitag, 29. November , gegen 16.15 Uhr, fuhren zwei uniformierte Verkehrsbedienstete der Stadt München mit der Trambahn zum Sendlinger-Tor-Platz. Während der Fahrt unterhielten sie sich in einer Fremdsprache, als sie von einem unbekannten Mann diesbezüglich angesprochen wurden. 

Als ihm einer der Verkehrsbediensteten zu verstehen gab, dass ihrerseits kein Interesse an einer Diskussion über die gewählte Unterhaltungssprache besteht, wurde er bereits von dem Unbekannten angerempelt. Nachdem die Verkehrsbediensteten am Sendlinger Tor ausgestiegen waren, zerrte der unbekannte Mann an der Umhängetasche eines der Verkehrsbediensteten und beleidigte ihn. Der Verkehrsbedienstete verständigte daraufhin umgehend über den Notruf 110 die Polizei. 

Da sich der Unbekannte kurz darauf entfernen wollte, versuchte der Verkehrsbedienstete mittels seinem Mobiltelefon ein Lichtbild von ihm zu fertigen. Dies versuchte der Unbekannte zu unterbinden, indem er nach dem Mobiltelefon griff, was ihm  jedoch letztendlich nicht gelang. Der Verkehrsbedienstete wurde durch den Vorfall leicht verletzt. Der Unbekannte hatte sich bereits vor Eintreffen der verständigten Polizeibeamten in Richtung in der dortigen U-Bahnstation entfernt. 

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden durch das Kriminalkommissariat 44 für Staatsschutzdelikte geführt. 

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen

Fall 2

Am Dienstag, 3. Dezember, gegen 13.30 Uhr, befand sich ein 15-Jähriger zusammen mit weiteren Mitschülern in einem Geschäftskomplex in der Rosenheimer Straße. Als der 15-Jährige bemerkte, wie ein unbekannter Mann mehrfach den Arm zum sogenannten Hitlergruß nach oben streckte und dabei auch entsprechende Äußerungen tätigte, sprach er ihn diesbezüglich an und forderte ihn auf, dies zu unterlassen. 

Der Mann reagierte darauf, indem er dem 15-Jährigen in das Gesicht schlug und dadurch verletzte. Nachdem der 15-Jährige seine Erziehungsberechtigten über den Vorfall in Kenntnis gesetzt hatte, erstatteten sie bei einer nahegelegenen Polizeiinspektion Anzeige. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch das zuständige Kriminalkommissariat 44 für Staatsschutzdelikte führten schließlich zu einem 56-jährigen Tatverdächtigen ohne festen Wohnsitz. Dieser ist derzeit unbekannten Aufenthalts.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT