Gewinner aus Berchtesgaden und Traunstein in München

Bayrische "Jugend forscht"-Gewinner aus der Region besuchen Staatskanzleichef

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Dr. Tobias Nickel (rechts), Patenbeauftragter Jugend forscht bei der DRÄXLMAIER Group, Dr. Monika Christl (links), Landeswettbewerbsleiterin Jugend forscht Bayern, und Staatsminister Dr. Florian Herrmann (Mitte) mit den Siegern von Jugend forscht Bayern 2019.

Bayern - Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann, lädt die Gewinner des Landeswettbewerbes von Jugend forscht zu sich ein. Jede Team hat viele interessante Forschungen vollendet.

Die Pressemeldung in Wortlaut:

Die Schüler Thomas Sedlmeyr (18) und Philip Haitzer (17), des Chiemgau-Gymnasiums in Traunstein haben ein neuronales Netz entwickelt, das auf jedem PC lauffähig ist und dessen Trainingsgenauigkeit sogar mit professionellen Programmen mithalten kann. Auf Basis dieser Software entwickelten Thomas und Philip unter anderem einen Sudokuscanner und eine App zum Scannen und Lösen mathematischer Gleichungen. „Wir haben natürlich gehofft, dass wir gewinnen. Trotzdem fühlt es sich gerade etwas unwirklich an. Wir haben eineinhalb Jahre in die Vorbereitung investiert. Jetzt hier zu sein, und das fertige Projekt endlich zeigen zu dürfen, macht uns sehr stolz“, sagt Thomas.

Thomas Sedlmeyr (2.v.li.) und Philip Haitzer vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein, Landessieger Mathematik/Informatik, mit Staatsminister Dr. Florian Herrmann (rechts) und Dr. Tobias Nickel.

Student, Nils Wagner (20) der Technischen Universität München: Fliegende Gyroskope sind Flugobjekte, die aufgrund ihrer Rotation eine große Stabilität aufweisen. Der bekannteste Vertreter ist die Frisbee. Nils Wagner hat sich in seinem Projekt dem X-Zylo gewidmet, welches Flugweiten von über 100 Metern erreichen kann. Dieses Freizeitspielzeug ist vereinfacht ein dünnwandiger Hohlzylinder, der ähnlich wie ein Football geworfen wird und eine erstaunlich geradlinige Flugbahn aufweist. In seinem Projekt hat Nils die Trajektorie des X-Zylo auf Grundlage von mit Strömungssimulationen erhobener Daten und mithilfe eines selbstgeschriebenen Programms berechnet. Das Ergebnis testete der Student mit einer selbstgebauten Abschussvorrichtung.

Simon Metzendorf (18) vom Gymnasium Berchtesgaden, baute eine Musik-Maschine aus Holz, die mithilfe von herabfallenden Murmeln Musik auf einem Xylophon erzeugt. Die Murmeln fallen dazu auf das Xylophon herunter, werden dort aufgefangen und zurück in die Ausgangslage transportiert. Die zu spielende Melodie wird auf einem Arduino, einer aus Soft- und Hardware bestehenden Physical-Computing Plattform, gespeichert. Der Arduino ist dabei für die elektronische Steuerung einzelner Komponenten zuständig. Um die Musik-Maschine anzufertigen, bediente sich Simon eines Lasercutters, den er vom Schülerforschungszentrum Berchtesgaden zur Verfügung gestellt bekam.

Simon Metzendorf vom Gymnasium Berchtesgaden, Landessieger Technik, mit Staatsminister Dr. Florian Herrmann (rechts) und Dr. Tobias Nickel.

Des Weiteren haben gewonnen:

Projekt: Stoma-Warner Fachgebiet: Arbeitswelt; Gerold Kiefl (12), Anna Kiefl (12), Felix Kiefl (16) vom Ludwigsgymnasium Straubing

Projekt: Kartierung des Fledermausvorkommens in Kirchen des südlichen Landkreises Pfaffenhofen im Sommer 2018 Fachgebiet: Biologie Josef; Henn (17) vom Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen

Projekt: Die Rotfärbung an Blättern des Stinkenden Storchschnabels – eine Ursachenforschung; Fachgebiet: Biologie David Haney (15), Dominik Kanzler (15) und Michael Merk (16) vom Simpert-Kraemer-Gymnasium Krumbach

Projekt: Ein Papierleimungsmittel als Superabsorber bei Ölverschmutzungen; Fachgebiet Chemie;Paul Kunisch (17) und Thomas Derra (16) vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Aschaffenburg

Projekt: Analyse von oben – Analyse des Spessartwaldes durch Fernerkundung anhand Art, Alter und Diversität mit Hilfe eines für den Spessart entwickelten Index; Fachgebiet: Geo- und Raumwissenschaften; Jonas Köhler, 16 vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

Projekt: Lösung des n-Damenproblems auf einem adiabatischen Quantencomputer; Fachgebiet: Mathematik/Informatik; Jakov Wallbrecher (14), Paul Schappert (15), und Jonathan Treffler (16) vom Gymnasium der Regensburger Domspatzen

Projekt: 3D-Druck für Hochvakuumanwendungen; Fachgebiet: Technik;Leopold Franz (16), Fabian Beck (16) und Viktor Neumaier (16) vom Gymnasium Ernestinum Coburg

Bayrische "Jugend forscht"-Gewinner zu besuch beim Staatskanzleichef

Staatskanzleichef empfängt Landessieger

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, hat am Donnerstagvormittag im Prinz-Carl-Palais in München die besten Jungforscher Bayerns empfangen. Die 21 Nachwuchswissenschaftler hatten Anfang April den Landeswettbewerb Jugend forscht Bayern bei der DRÄXLMAIER Group in Vilsbiburg gewonnen. Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann gratulierte den Landessiegern: „Unsere bayerischen Siegerinnen und Sieger bei ‚Jugend forscht‘ haben meinen höchsten Respekt. Sie alle haben mit viel Erfindergeist und Kreativität, Energie und Durchhaltevermögen ihre eigenen Forschungs- und Entwicklungsideen verfolgt. Ich bewundere die Zielstrebigkeit dieser jungen Talente, die neben der Schule ihre anspruchsvollen Projekte verfolgen, auch wenn es kompliziert wird. Wir brauchen solche jungen Forscherinnen und Forscher, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“

Die vieldiskutierten Themen unserer Zeit, darunter Ökologie, Mobilität und Digitalisierung, sind auch den Jugend forscht-Teilnehmern wichtig. Bei zahlreichen Projekten stand der konkrete Nutzen für Mensch und Umwelt im Mittelpunkt. „Die Jugend forscht-Teilnehmer haben in ihren Projekten wichtige Fragen gestellt und spannende Antworten gefunden. Die 21 Landessieger, die heute geehrt wurden, haben uns beim Landeswettbewerb ganz besonders mit ihren Innovationen beeindruckt“, so Dr. Tobias Nickel, Patenbeauftragter für Jugend forscht bei der DRÄXLMAIER Group. Die DRÄXLMAIER Group war 2017 erstmals Patenunternehmen von Jugend forscht Bayern und ist seitdem alle zwei Jahre Gastgeber des Landeswettbewerbs. Als Sonderpreis hat DRÄXLMAIER in diesem Jahr an die Teilnehmer eines Projekts des Landesfinals ein Praktikum im Unternehmen vergeben. „Als zukunftsorientierter Arbeitgeber ist es uns besonders wichtig, die Neugier und den Forschergeist junger Menschen zu fördern“, so Nickel.

Von 16. bis 19. Mai vertreten die Landessieger den Freistaat mit ihren Siegerprojekten beim Bundeswettbewerb in Chemnitz. Dort messen sie sich in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik mit den Landessiegern aus den anderen Bundesländern.

Pressebericht Dr. Tobias Nickel

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