Verfolgungsjagd wie bei "Alarm für Cobra 11"

München/Rosenheim - Durch halb Oberbayern, von München über Rosenheim und wieder zurück, erstreckte sich die Flucht eines Diebes. 30 Polizeiautos und ein Hubschrauber verfolgten ihn.

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Wie die TZ München berichtet, erstreckte sich die Verfolgungsjagd des Ilya K. (30) über 130 Kilometer. Zu der spektakulären Verfolgung kam es, als der 30-Jährige am 29. März 2011 einen Musiklehrer beklauen wollte. Als der Lehrer die Entwendung seiner Brieftasche bemerkte, schlug er Alarm. Im Verlauf der Flucht verlor der Dieb den Geldbeutel, konnte aber einen Security-Mann mit seinem Springmesser abwehren. Bei dieser Aktion verletzte sich K. auch noch selber am Daumen. Auf der Straße angekommen sprang er dann in einen Miet-Nissan und fuhr Richtung Salzburg auf die A8. Zu diesem Zeitpunkt war ihm die Polizei schon dicht auf den Fersen.

Noch zwei Autos geknackt

Mit diesem Wagen bestritt der Täter die ersten Kilometer seiner Flucht.

Bei Holzkirchen konnte er ein Ausbremsen durch die Polizei verhindern, in dem er wendete und mit 130 Stundenkilometern als Geisterfahrer zurück Richtung München raste. Zunächst gelang ihm dann auch tatsächlich die Flucht, da sich in einem Waldgebiet seine Spur verlor. Wie später rekonstruiert werden konnte, setze er seine Fahrt mit einem unversperrten Opel Astra eines Waldarbeiters fort. Doch nach schon zehn Kilometern wechselte er auf einen Fiat Panda. Zwei Wochen später wurde er aber dann doch ertappt - am Flughafen Budapest.

Weiterer Fluchtversuch in U-Haft

Nun musste sich der gebürtige Russe vor dem Landgericht verantworten. In den Gerichtssaal wurde der 30-Jährige mit Fußfessel geführt, da er auch in der U-Haft wieder einen Fluchtversuch gestartet hat.

Für ein Geständnis des Brieftaschendiebstahls bot ihm das Gericht eine Strafmilderung von vier statt zehn Jahren Höchststrafe an. Nach kurzer Bedenkzeit nahm Ilya K. dieses Angebot an.

red

Rubriklistenbild: © Merk/Mangfallbote

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