Sie brachen dem Gastronom das Genick

Münchner (34) fast totgeprügelt: „Überlebenschance liegt bei fünf Prozent“

  • schließen

München - Es war in diesem Jahr der brutalste Vorfall am Rande der Wiesn: Ein Wirt wurde auf dem Nachhauseweg vom Oktoberfest brutal zusammengeschlagen. Jetzt stellt sich heraus: Er wird möglicherweise nicht überleben.

Es waren nur Sekunden, in denen sich ein ungeheurer Gewaltausbruch entlud. Eine Schlägerei, die genauso schnell endete wie sie begonnen hatte. Die Folgen jedoch sind nie mehr gutzumachen. Sie nahmen einem kerngesunden Mann die Gesundheit, einer Frau und einem kleinen Mädchen (5) das Lebensglück.

Wie unser Partnerportal, der Münchner Merkur, berichtet, wiegt die Diagnose des Gastronoms schwerer als bisher gedacht: Der 34-Jährige erlitt einen Genickbruch und eine schwere Hirnverletzung. Er wurde notoperiert und liegt im künstlichen Koma auf der Intensivstation. Um sein Leben zu retten, mussten die Ärzte seinen Schädel öffnen. Ob er überleben wird, welche Folgen diese Verletzungen haben könnten – all das steht in den Sternen. „Seine Überlebenschance liegt bei fünf Prozent", sagte ein guter Freund gegenüber dem Merkur. 

Wiesn-Schläger bestreitet Tritte gegen den Kopf

Wie bereits berichtet, war am Sonntag, 24.09.2017, gegen 23.45 Uhr, im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung in der Paul-Heyse-Straße der 34-jähriger Münchner so schwer verletzt worden, dass er mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in eine Klinik eingeliefert werden mußte. Der Tatverdächtige flüchtete unerkannt. Vier Tage nach der folgenschweren Schlägerei stellte sich ein in München lebender serbischer Verkäufer (30) in Begleitung seines Anwaltes der Polizei. Er gab zwar die Schlägerei zu, bestreitet aber die Tritte. Bei der Mordkommission meldeten sich bereits einige Zeugen. „Der genaue Ablauf ist aber bisher nicht eindeutig rekonstruierbar,“ sagt Oberstaatsanwältin Anne Leiding, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I gegenüber dem Merkur. So musste der tatverdächtige Serbe ohne Auflagen wieder freigelassen werden.

Welche grauenhafte Details ein Freund und Geschäftspartner des Münchners gegenüber der Mordkommission schilderte, lesen Sie auf unserem Partnerportal merkur.de.

mh

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser