Montagmittag im Auer Mühlbach

Münchner (70) will Küken retten und gerät selbst in Lebensgefahr

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München - Mit der Absicht Entenküken zu retten, brachte sich ein Mann am Auer Mühlbach in München Montagmittag selbst in absolute Lebensgefahr.

Um 12.59 Uhr meldete sich ein etwa 70-jähriger Mann bei der Feuerwehr, da er junge Enten beobachtete, die in den unterirdischen Teil des Auer Mühlbaches zu treiben drohten und bat um Hilfe. Die Leitstelle München alarmierte daher Kräfte zum Einsatzort.

Strömung war zu stark

Dem 70-Jährigen dauerte das Eintreffen des Feuerwehrfahrzeuges wohl zu lange und er beschloss, den Tieren selbst zu helfen, das berichtet die Münchner Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite. Doch die Strömung war so stark und das Wasser so kalt, dass der Mann in eine Notlage geriet und sich nicht mehr aus eigener Kraft retten konnte, woraufhin ihm drei Passanten zu Hilfe eilten. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, hörten sie bereits hektische Stimmen im Wasser. Sie fanden die vier Personen vor, die sich im Bach an einer Sicherungskette festhielten. Zeitgleich erreichte die Integrierte Leitstelle die Meldung von mehreren Personen im Wasser. Passanten und die Einsatzkräfte alarmierten Einheiten der Wasserrettung.

Der Einsatzleiter vor Ort stieg sofort zur Unterstützung der Personen in den Mühlbach hinab. Er wurde von einem Kollegen der Polizei begleitet, um die Männer im Wasser zu sichern. Die drei helfenden Passanten konnten sich dann selbst aus dem Gefahrenbereich retten. 

Küken konnten sich selbst retten

Die kurz darauf eingetroffenen Einsatzkräfte des Wasserrettungszuges der Feuerwehr München unterstützten nun die Sicherung des entkräfteten 70-Jährigen und bereiteten die Rettung mit einem Spineboard und der Schleifkorbtrage vor. Die Besatzung des Notarteinsatzfahrzeuges Thalkirchen und eines Rettungswagens der Johanniter untersuchten den Patienten und transportierten ihn in eine Münchner Klinik. Zum Gesundheitszustand des 70-Jährigen konnte die Münchner Feuerwehr Montag keine Aussage treffen.

Die Küken waren zwischenzeitlich selber aus dem Gefahrenbereich geschwommen.

mh/Feuerwehr München

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