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Münchner Generalvikar nach Gutachten „bewegt und beschämt“

Der Münchner Generalvikar Christoph Klingan hat sich nach der Vorstellung eines Gutachtens zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising „bewegt und beschämt“ gezeigt. „Meine Gedanken sind in dieser Stunde zunächst bei den Betroffenen, bei den Menschen, die durch Mitarbeiter der Kirche in der Kirche schweres Leid erfahren haben“, sagte er am Donnerstag in München.

München - „Den Betroffenen muss unser erstes Augenmerk gelten.“

Das vom Bistum in Auftrag gegebene Gutachten der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) kommt zu dem Ergebnis, dass Fälle von sexuellem Missbrauch in der Diözese über Jahrzehnte nicht angemessen behandelt wurden und wirft den ehemaligen Erzbischöfen Friedrich Wetter und Joseph Ratzinger, dem heute emeritierten Papst Benedikt XVI., konkret und persönlich Fehlverhalten in mehreren Fällen vor. Auch dem aktuellen Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, wird Fehlverhalten in zwei Fällen vorgeworfen. Er war - trotz Einladung - nicht zur Vorstellung des Gutachtens erschienen und wollte sich später am Nachmittag dazu äußern. dpa

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