Münchner Mordkommission ermittelt

Bulgare (42) sticht 31-Jährigem unvermittelt mit Messer in Bauch

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München - Vor einer caritativen Einrichtung in München stach ein 42-jähriger Bulgare unvermittelt auf einen polnischen Arbeiter ein. Dieser wurde schwer verletzt. Der Täter flüchtete, konnte aber zwischenzeitlich ermittelt werden.

Bereits am Montag, 25.09.2017, gegen 14.30 Uhr, wurde in der Albrecht-Dürer-Straße in Untergiesing ein 31-jähriger polnischer Arbeiter von einem zunächst unbekannten Täter mit einem Messer angegriffen und durch einen Stich in den Bauchraum schwer verletzt. Er mußte zur stationären Behandlung in eine Klinik eingeliefert und notoperiert werden. Der Tatverdächtige flüchtete und konnte unerkannt entkommen. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes auf. 

Wie sich herausstellte, hatten die beiden Beteiligten kurz vor der Tat in einer caritativen Einrichtung im Rahmen der dort angebotenen Armenspeisung Kontakt miteinander. Der Tatverdächtige hatte sich dort nicht regelkonform benommen und war deshalb aus der Einrichtung hinauskomplimentiert worden. Allerdings war der Tatverdächtige weder in der Einrichtung, noch dem Geschädigten namentlich bekannt. 

Aufgrund der Ermittlungen geriet ein 42-jähriger wohnsitz- und arbeitsloser Bulgare in Verdacht, der sich zeitweise in München aufhält. Dieser konnte schließlich am Montag, 02.10.2017 durch Beamte der Mordkommission festgenommen werden. Bei seiner Vernehmung räumte er seine Tatbeteiligung ein. Er wurde am Dienstag, 03.10.2017, dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erließ. 

Der Geschädigte ist zwischenzeitlich wieder wohlauf.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München/mh

Rubriklistenbild: © dpa

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