Donnerstag am Münchner Hauptbahnhof

Polizei muss Baby vor seinem betrunkenen Vater retten

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Die Polizisten nahmen das Kind des betrunkenen Texaners mit auf die Dienststelle.
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München - Die Münchner Bundespolizei musste einen völlig betrunkenen Texaner im Hauptbahnhof feststellen. Das schlimmste daran war jedoch, dass er ein Baby bei sich hatte.

Auch diese Wiesn musste die Münchener Bundespolizei wieder ihre Fähigkeiten als "fürsorgliche Familie" unter Beweis stellen. Ein Reisender teilte gegen 15.45 Uhr mit, dass am Ausgang Arnulfstraße ein betrunkener Mann mit einem Baby säße. Da der Mann zur Seite zu kippen schien, habe man ihm das Kind bereits aus der Trage am Bauch genommen. 

Sofort eilte eine Streife der Bundespolizei dort hin und fand den betrunkenen und hilflosen Mann am Aufzug lehnend vor. Der 28-Jährige aus Texas war nicht ansprechbar und musste sich mehrmals übergeben. 

Es wurde ein Rettungswagen angefordert, der ihn in ein Krankenhaus mitnahm. Weitere Begleitpersonen konnten nicht festgestellt werden. Das Baby, ein "kleiner Mann" von geschätzt knapp einem Jahr, wurde durch die Bundespolizei in Obhut und mit auf die Dienststelle am Hauptbahnhof genommen. Der Junior-Texaner verbrachte die Zeit, bis geklärt war wer sich seiner annimmt, im Kreise der Kollegen. Hier saß er brav in einem Maxicosi, wurde in einem Mutter-Kind-Raum gewickelt und hatte auch sonst jede Menge Aufmerksamkeit.

Das Jugendamt München entschied, dass der Kleine zunächst in eine Kleinkinderschutzstelle in München gebracht wird.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München/mh

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