Betrunkener flüchtet vor Kontrolle

Münchner Polizei liefert sich erste Verfolgungsjagd mit E-Scooter

  • schließen

München - Premiere für die Münchner Polizei: Eine routinemäßige Kontrolle führte am Freitagmorgen zur ersten polizeilichen Verfolgungsjagd eines E-Scooters in München. Und es blieb nicht bei einem Vorfall mit einem E-Scooter.

Am Freitagmorgen (28. Juni) gegen 0.40 Uhr wollten zwei Polizeibeamte in der Einsteinstraße eine routinemäßige Kontrolle zweier E-Scooter-Fahrer durchführen. Bevor jedoch die Beamten die Personalien der beiden Brüder feststellen konnten, ergriff einer der Männer mit seinem Gefährt die Flucht in Richtung Max-Weber-Platz, dies teilte die Polizei am Sonntag in einer Pressemitteilung mit.

Während einer der Polizisten vor Ort blieb, nahm der zweite mit seinem Streifenwagen die Verfolgung des flüchtigen E-Scooters-Fahrers auf. Zwar versuchte der Flüchtende mit zahlreichen Wendemanövern sich seines polizeilichen Verfolgers zu entledigen, doch schon nach wenigen Metern konnte der Polizist ihm den Weg abschneiden und in Gewahrsam nehmen.

Da beide Brüder nach Alkohol rochen, führten die Beamten einen Alkoholtest durch. Der Flüchtige wies einen Atemalkohol von 1,7 Promille auf, sein Bruder, der sich der Kontrolle zunächst nicht widersetzte, hatte sogar einen Wert von 3,6 Promille.

Im weiteren Verlauf fing der stärker alkoholisierte Mann an, die beiden Beamten zu beleidigen. Die beiden Brüder müssen nun mit einer Anzeigen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und einer von ihnen zusätzlich noch wegen Beamtenbeleidigung rechnen. Zudem droht ihnen der Entzug des Führerscheins. Am Ende der Aktion meldeten sich die beiden Betrunkenen vom System der Leih-E-Scooter ab und ließen die Fahrzeuge vor Ort stehen.

Weiterer E-Scooter-Vorfall für Münchner Polizei

Am Freitag gegen 4 Uhr, bemerkte eine Streife zwei junge Männer, die zusammen auf einem E-Scooter auf der Müllerstraße unterwegs waren. Beim Bremsvorgang an einer Ampel stürzten sie beinah, woraufhin sie durch die Polizeibeamten kontrolliert wurden. 

Bei beiden wurde starker Alkoholgeruch festgestellt. Ein Atemalkoholtest beim 20-jährigen Münchner ergab einen Wert über 1,1 mg pro Liter. Der 23-jährige Münchner wollte den Alkoholtest nicht durchführen, wie die Polizei berichtete.

Da beide aktiv in das Lenk- und Fahrgeschehen eingriffen und somit Fahrzeugführer waren, wurde bei beiden eine Blutentnahme durchgeführt. Sie wurden wegen Trunkenheit im Verkehr und einer Verkehrsordnungswidrigkeit angezeigt, da sie zu zweit auf einem E-Scooter fuhren.

Hinweis der Polizei

In diesem Zusammenhang weist die Polizei München darauf hin, dass E-Scooter nur durch eine Person genutzt werden dürfen. Für das Fahren unter Alkoholeinfluss gelten die gleichen Grenzen wie bei Kraftfahrzeugen. Wer einen E-Scooter mit mehr als 0,5 Promille führt begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer mit mehr als 1,1 Promille unterwegs ist, eine Straftat. Sollte man in Folge des Alkohols nicht fahrtüchtig sein, ist es sogar möglich, dass man ab 0,3 Promille eine Anzeige erhält.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT