Am Montagabend zwischen Wolfratshausen und Seeshaupt

Falschfahrer (80) prallt auf A95 gegen zwei Fahrzeuge

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Münsing - Zu einem schweren Unfall ist es am Montagabend auf der A95 gekommen. Drei Personen sind dabei verletzt worden.

Update, 9.50 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Zu einem schweren Unfall - ausgelöst durch einen Falschfahrer - kam es am 19. November gegen 21.20 Uhr auf der Autobahn A95 München-Garmisch-Partenkirchen zwischen den Anschlussstellen Wolfratshausen und Seeshaupt.

Ein 80-jähriger Taxifahrer aus dem Raum Augsburg war mit seinem Taxi ohne Fahrgast im Bereich des Starnberger Sees unterwegs. Er hätte bereits am Nachmittag zurück in Augsburg sein sollen. Nach telefonischem Kontakt mit seiner Zentrale, bei dem der Mann keine sinnigen Angaben machte, wurde die Polizei informiert und eine GPS-Ortung durch das Taxiunternehmen durchgeführt. Nach Lokalisierung im Bereich Münsing in Fahrtrichtung Wolfratshausen fuhr eine Streife der Polizeiinspektion Wolfratshausen dem Taxi entgegen und erwartete das Fahrzeug an der Anschlussstelle der Autobahn.

Zeitgleich wurde über die Einsatzzentrale gemeldet, dass der Gesuchte nun auf der Autobahn in Richtung Garmisch-Partenkirchen sei. Zu diesem Zeitpunkt wurde aber noch von der richtigen Fahrbahn ausgegangen. Eine Streife der zuständigen Verkehrspolizeiinspektion Weilheim fuhr mit sehr hoher Geschwindigkeit aus Richtung Garmisch kommend in Richtung Anschlussstelle Wolfratshausen. Sie erreichten die Ausfahrt aber nicht mehr, da sie praktisch Augenzeugen des Falschfahrerunfalles wurden, aber rechtzeitig anhalten konnten und sofort mit Bergung und Versorgung der Beteiligten begannen.

In den Unfall waren drei Fahrzeuge verwickelt. Das Taxi war mit einer Geschwindigkeit von etwa 150 Kilometern pro Stunde falsch in Richtung Garmisch-Partenkirchen unterwegs und kollidierte mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen - einem davon frontal.

Dabei handelte es sich um eine 51-jährige Münchenerin, die mit einem Audi unterwegs war, und einen 37-jährigen Münchener, der einen Alfa Romeo fuhr. Die drei Beteiligten wurden bei dem Unfall mittelschwer verletzt und waren vorerst noch ansprechbar. Alle Verletzten wurden durch die herbeigerufenen Rettungsdienste weiterversorgt und in Krankenhäuser eingeliefert.

Die beteiligten Fahrzeuge haben nur noch Schrottwert und wurden durch Abschleppdienste von der Autobahn entfernt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 120.000 Euro.

Die komplette Fahrbahn musste für zirka zwei Stunden gesperrt werden und wurde baldmöglichst nach Reinigung wieder für den Verkehr freigegeben. Vielfache Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten halfen bei der Aufarbeitung des Unfalles.

Zur Unfallursache laufen die Ermittlungen noch. Es zeichnen sich aber Hinweise ab, dass der 80-jährige Unfallverursacher Diabetiker ist und der Unfall eventuell auf körperliche Beeinträchtigung durch Unterzucker zurückzuführen ist.

Die Verkehrspolizei Weilheim bittet in diesem Zusammenhang dringend darum, bei Autobahnauf- und abfahrten immer hohe Sorgfalt walten zu lassen, damit man nicht selbst zum Falschfahrer wird.

Pressemeldung der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim

Vorbericht

Ein schwerer Unfall hat sich am Abend des 19. Novembers gegen 21.30 Uhr auf der Autobahn A95 zwischen den Anschlussstellen Wolfratshausen und Seeshaupt ereignet. Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim in einer ersten Mitteilung bekannt gibt, ist ein Autofahrer an der Anschlussstelle Wolfratshausen falsch auf die Autobahn in Richtung München gefahren und dort mit zwei in Richtung München fahrenden Autos kollidiert.

Dabei sind drei Personen leicht bis schwer verletzt worden, weshalb Rettungsdienst, Feuerwehren und Polizei zur Unfallstelle ausrücken mussten. Die Autobahn ist an der Unfallstelle zeitweise komplett gesperrt, eine Umleitung durch Feuerwehr und Autobahnmeisterei eingerichtet gewesen.

Schwerer Unfall auf der A95

Laut ersten Informationen soll es sich bei dem Falschfahrer um einen ortsfremden Taxifahrer (80) aus Augsburg handeln. Zudem sollen die verletzten Personen zum Teil in ihren Fahrzeugen eingeklemmt gewesen sein.

Der 80-jährige Taxifahrer soll rund drei Kilometer in der falschen Richtung auf der Autobahn unterwegs gewesen sein, bevor es zu dem Unfall gekommen ist. Das Trümmerfeld hat sich über etwa 400 Meter erstreckt.

Sechzig Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Penzberg, Beuerberg und Seeshaupt sind am Montagabend vor Ort gewesen, zudem sechs Rettungswagen, drei Notärzte und acht Polizeistreifen. An den drei Unfallautos ist jeweils Totalschaden entstanden.

Erst Anfang November hatte es wegen eines Falschfahrers einen schweren Unfall auf der A8 bei Holzkirchen gegeben.

ksl

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