Verfahren um brutale Vergewaltigung am Rosenheimer Inndamm

Prozess unterbrochen - Angeklagter mit "Bubi-Gesicht" verfolgt Aussagen ohne Regung

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Der unter anderem wegen versuchten Mordes 28-Jährige Angeklagte vor Prozessbeginn im Landgericht München im Verhandlungssaal.
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München/Rosenheim - Zuerst wurde eine Frau im November 2015 am Inndamm in Rosenheim vergewaltigt, ein Jahr später eine Joggerin im Englischen Garten in München. Nun wird dem mutmaßlichen Täter der Prozess gemacht.

UPDATE, 17.01 Uhr: 

Der Prozess wurde unterbrochen und wird am Dienstag fortgeführt. Noch immer schweigt der Angeklagte und möchte sich weder zu den Vorwürfen, noch zu seiner Identität äußern. Auch als seine Frau über die mutmaßlich schlimmen Erfahrungen in der Türkei spricht, verfolgt der Angeklagte dies ohne Regung. 

Sein Bubi-Gesicht - er wirkt wesentlich jünger als seine 28 Jahre - schien entspannt. Richter Höhne gab zu Protokoll: Auch das Mordmerkmal der Befriedigung des Geschlechtstriebs komme in Betracht, berichtet unser Partnerportal tz.de. Der Täter flüchtete damals vom Tatort in München, als die Joggerin bereits ohnmächtig war und ließ sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zurück.

Die ausführliche Zusammenfassung des ersten Prozess-Tages lesen Sie auf unserem Partnerportal TZ.de.

UPDATE 15.45 Uhr:

Wie TZ.de weiter berichtet, sagte ein Polizeibeamter aus, dass das Opfer kurz nach der Tat stark unter Schock stand. Die Frau sei blutverschmiert und von Hämatomen übersät gewesen.

Update 11.50 Uhr:

Wie unser Partnerportal TZ.de berichtet, verweigert der Angeklagte die Aussage. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wo der Beschuldigte mit seiner Frau 2016 Asyl beantragte, habe die Familie dort angegeben, in der Türkei gefoltert worden zu sein. 

Nach einer Pause soll ab 14 Uhr weiter verhandelt werden. Erwartet werden am Nachmittag die Aussagen der ermittelnden Polizisten.

Den ausführlichen Ticker zum Prozess lesen Sie auf unserem Partnerportal TZ.de.

Vorbericht

Weil er zwei Frauen vergewaltigt und angegriffen haben soll, muss sich ein 28-Jähriger von Montag an vor dem Münchner Landgericht I verantworten. Der Mann soll laut Anklage zunächst im November 2015 auf eine Frau in Rosenheim losgegangen sein und sie vergewaltigt haben. Rund ein Jahr später habe er eine Joggerin im Englischen Garten in München attackiert, vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.

Lesen Sie auch: Zufall -So kam die Polizei auf den mutmaßlichen Serien-Sextäter

Nach früheren Angaben der Polizei handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Asylbewerber aus der Türkei. Er ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Strafkammer hat zwölf Verhandlungstermine bis Mitte Mai angesetzt.

Zeugenaufruf der Polizei im November 2015

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