Altenmarkter soll sie ermordet und vergraben haben

Was für ein Mensch war die getötete Mutter?

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Ein Foto des Hauptangeklagten (21) aus Altenmarkt im Gerichtssaal. Daneben ein Foto seiner Mutter.
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Traunstein/Altenmarkt - Der Prozess gegen einen 21-Jährigen Altenmarkter wird fortgesetzt: Am Freitag wurden gute Bekannte der Mutter als Zeuginnen geladen. 

Heute steht die getötete Mutter des Angeklagten im Mittelpunkt. Zwei Zeuginnen sagen aus, die die getötete 53-Jährige sehr gut aus den Reitställen der Region kannten, denn sie war begeisterte Reiterin: “Das Pferd war ihr ein und alles”, so eine Zeugin. Welcher Mensch war sie? Was war auffällig? Gab es Veränderungen in ihrer Persönlichkeit? 

Sie wechselte sieben Mal den Reitstall - nicht immer freiwillig

Die Zeuginnen sind durchaus unterschiedlicher Meinung. Die eine beschreibt sie als “sehr freundlich, nett und korrekt”. Nur manchmal habe es Schwierigkeiten wegen ihrer Mentalität gegeben, weil sie Zugereiste war: “Sie wollte immer, dass alles ganz korrekt ist. Mit ihrer Art eckte sie manchmal an.” Ganze sieben Mal soll sie innerhalb von fünf Jahren die Pferdeställe im nördlichen Chiemgau gewechselt haben, auch gekündigt wurde ihr. 

Dagegen sagt die zweite Zeugin: “Sie hat sich mit allen angelegt, es war schwierig mit ihr.” Sie hatte bis kurz vor der Tat Kontakt zur Mutter – eine Veränderung ihres Wesens, wie es unter anderem der Freund des Angeklagten feststellte, nahm die Zeugin nicht wahr: “Sie war immer so. Aufbrausend und oft aggressiv.

Die Ansichten über die Getötete gehen auseinander

Bereits bei vorhergehenden Prozesstagen gingen die Meinungen über die getötete 53-Jährige ziemlich auseinander: Freundinnen aus früheren Zeiten beschrieben sie als fürsorglich und aufgeschlossen, von einer psychischen Krankheit hätten sie nichts mitbekommen. Der Bruder der Frau beschrieb als Zeuge dagegen bereits, dass sie sich zuletzt stark veränderte. Er vermutet eine Schizophrenie. 

Auch am zehnten Prozesstag blieb der Angeklagte still und machte keine Aussage. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, nach einem Streit im Haus seine Mutter mit Hammerschlägen getötet zu haben. Danach soll der 21-Jährige zusammen mit einem Freund die Leiche verpackt, in ein Waldstück bei Schnaitsee gefahren und sie dort vergraben haben. Dem Freund wurde unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen, weil er keinen Notarzt rief, doch das Landgericht sprach ihn frei. Rechtskräftig ist das Urteil aber noch nicht. 

Der Prozess, der unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wird, wird am 28. Januar fortgesetzt. Dann soll ein weiterer Freund des Angeklagten aussagen, mit dem der Altenmarkter eine Firma gründen wollte. Das Urteil wird voraussichtlich am 26. Februar fallen

Bilder: Polizeieinsatz bei Schnaitsee

xe

Quelle: chiemgau24.de

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