Mutter sagt nicht vor Angeklagtem aus

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Der Andrang zum Prozess war groß

München - Sie muss dem mutmaßlichen Mörder ihrer beiden Töchter nicht in die Augen blicken: Die Mutter der getöteten Mädchen Chiara und Sharon sagt am Münchner Landgericht nicht vor dem Angeklagten aus.

Die Mutter der beiden ermordeten Kraillinger Mädchen muss bei ihrer Zeugenaussage dem mutmaßlichen Mörder nicht gegenübertreten. Der Frau drohten schwerwiegende gesundheitliche Nachteile, sagte der Vorsitzende Richter Ralph Alt am Montag vor dem Landgericht München II. Der Angeklagte erhalte aber die Möglichkeit, die Vernehmung per Liveübertragung zu verfolgen.

Mord an Chiara und Sharon: Trauer in Krailling

Der Psychologe Günther Lauber hatte zuvor erklärt, dass “eine Vernehmung in Anwesenheit des Angeklagten mit Sicherheit eine massive Stressbelastung bedeutet“.

Über einen Ausschluss der Öffentlichkeit beriet das Gericht zunächst noch. Die Anwältin der Mutter, die in dem Prozess Nebenklägerin ist, hatte den Ausschluss von Öffentlichkeit und Angeklagtem beantragt.

dpa

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