Mysteriöser Eisbrocken: Rätsel gelöst

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Die massive Natursteinmauer ist durch den Aufprall in drei Stücke zerbrochen. Der gefrorene Klumpen zersplitterte in zahlreiche Einzelteile.

Hettstadt - Vor mehr als zweieinhalb Wochen stürzte ein riesiger Eisbrocken in einen unterfränkischen Vorgarten und sorgte für Entsetzen. Jetzt steht fest:

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Experten rätseln über mysteriösen Eisbrocken

Der Klumpen besteht mit großer Sicherheit aus gefrorenem Kondenswasser. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Mittwoch mit. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg soll den Fund jedoch noch einmal untersuchen.

Unklar ist nach wie vor, ob der Eisbrocken von einem Flugzeug abgefallen ist. Nach Angaben des Luftfahrt-Bundesamtes ist es sehr schwer festzustellen, von welcher Maschine das Eis stammen könnte, weil sich oft mehrere Flugzeuge gleichzeitig im Luftraum bewegen. Nach Auskunft der Deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt überqueren Flugzeuge die Region Würzburg in etwa drei Kilometern Höhe, wenn sie in Nürnberg oder Frankfurt/Main landen wollen.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat bereits einen Teil des insgesamt wohl 20 Kilogramm schweren Brockens unter die Lupe genommen. Ergebnis: Das war kein Meteorit und auch kein gefrorenes Wasser aus einer Flugzeugtoilette. Kondenswasservereisungen seien wahrscheinlich.

“Mikrobiologisch wurden keine bei Menschen vorkommende und Krankheiten hervorrufende Keime nachgewiesen“, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Die nachweisbaren Keime stammten wahrscheinlich von der Erde in dem Vorgarten in Hettstadt (Landkreis Würzburg).

dpa

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