Nach Explosion und Brand in Bad Wiessee 

Kripo ermittelt im komplett zerstörten Rettungszentrum

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Bad Wiessee - Zu einer Explosion oder Verpuffung mit anschließendem Brand kam es am Montagnachmittag im Gebäude des Rettungsdienstes / Wasserwacht und Feuerwehr in Bad Wiessee. Nun ermittelt die Kripo vor Ort. 

Am Montagnachmittag ging gegen 13.50 Uhr die Meldung über eine Art Detonation oder Verpuffung mit anschließendem Brand in Bad Wiessee bei der Polizei ein. 

In dem Gebäude im Hügelweg, in dem Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr ansässig sind, wurden zwei Mitglieder der Wasserwacht schwerverletzt. Die beiden 34- und 42-jährigen Wiesser wurden mit schwersten Brandverletzungen in eine Spezialklinik nach Bogenhausen gebracht. Nach Angaben der Ärzte befinden Sie sich aber außer Lebensgefahr und sind ansprechbar.

Fahrzeughalle komplett zerstört - Kripo vor Ort

Das Gebäude, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Polizeiinspektion Bad Wiessee befindet, ist mittlerweile komplett gelöscht, wie Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber rosenheim24.de erklärte. Auch die letzten Glutnester wurden am Montagabend von den Rettungskräften ausfindig gemacht. 

Da ein Teil des Gebäudes als einsturzgefährdet gilt, sind am Dienstagmorgen nun Statiker sowie Beamte der Kriminalpolizei Miesbach mit einem Gutachter des LKA vor Ort. Der BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk erläuterte gegenüber der tz am Dienstag, dass die  komplett zerstörte Fahrzeughalle des Bayerischen Roten Kreuzes neu gebaut werden muss.  

Ermittlungen zur Brandursache dauern an 

Der Wiesseer Polizeichef Wilhelm Sigel sagte am Montag der tz, dass nach seinen Informationen etwas bei Schweißarbeiten an einem Wasserwacht-Boot schiefgelaufen sei. Zu dieser möglichen Brandursache konnte Andreas Guske jedoch noch nichts sagen. "Die Ermittlungen laufen und müssen erst abgeschlossen werden, ehe eine konkrete Ursache genannt werden kann". 

Schaden in Millionenhöhe 

Auch neun der rund 200 Einsatz- und Rettungskräfte mussten am Montag aufgrund einer leichten Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Diese konnten die Klinik aber nach kurzer Zeit wieder verlassen. 

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen ist von einer Sachschadenshöhe im siebenstelligen Bereich auszugehen. Örtliche BRK-Mitarbeiter schätzen ihn laut tz sogar auf 2,5 Millionen Euro. Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Gebäudeschaden sowie aus dem Schaden der zahlreichen teils hochwertigen Fahrzeuge, Gerätschaften und Maschinen. Demnach wurden sieben Fahrzeuge und das Boot der Wasserwacht zerstört. 

Versorgung gewährtleistet 

Obwohl das BRK-Rettungszentrum in Bad Wiessee zerstört ist, sei die Versorgung im Notfall laut Andreas Guske gewährleistet. Durch die überlappenden Bereiche der Rettungskräfte kann auch bei schwerwiegenden Fällen schnell Hilfe geleistet werden. 

Fotos von der Explosion im BRK-Rettungszentrum

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jg

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