Münchner stellte sich am Donnerstag

DNA von Messerstecher und Isarmörder stimmen nicht überein 

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Mit diesen beiden Bildern einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach dem Messerstecher von Milbertshofen.
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München - Wie bereits berichtet, war es in den frühen Morgenstunden des Freitag, 7. Juli, in Milbertshofen zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen, bei dem ein 48-jähriger Münchner durch einen Messerstich in den Rücken lebensgefährlich verletzt worden war. Der unbekannte Tatverdächtige flüchtete, stellte sich nun aber der Polizei:

Update Freitag 7.45 Uhr: Keine Verbindung zum Isarmord von 2013

Nachdem 32-jähriger Münchner einem 48-Jährigem grundlos und überraschend ein Messer in den Rücken gerammt hatte, war der Mann flüchtig. Die Polizei fahndete mit Bildern einer Überwachungskamera nach ihm. Am Donnerstag wurde der Fahndungsdruck offenbar zu hoch, der Gesuchte stellte sich der Polizei. Warum er einem völlig fremden Mann so schwer verletzt hat, ist bisher weiterhin unklar. Auf der Wache sagte der 32-Jährige, er sei derjenige, der wegen der Messerattacke in Milbertshofen gesucht werde. 

Nun versuchen die Fahnder herauszufinden, wie die blutige Tat am Freitag im Einzelnen ablief. Der Schwerverletzte liegt seit dem Angriff auf einer Münchner Intensivstation. Wie die AZ berichtet, soll sein Zustand stabil sein.

Derweil bestätigten sich Vermutungen, der gesuchte Messerstecher könnte auch der Isarmörder von 2013 sein, nicht. Wie zuvor berichtet, musste der 32-Jährige sofort nach der Festnahme zum Speicheltest. Die Beamten sahen Parallelen mit dem Mordfall im Jahr 2013 Domenico L. Wie die AZ berichtet, stimmt laut dem Labor der Rechtsmedizin die DNA nicht überein. Damit geht die Jagd nach dem Mörder von Domenico L. weiter.

mh

Erstmeldung Donnerstag 12.12 Uhr: Verdächtiger stellt sich

Allerdings gibt es Videoaufnahmen auf denen der Tatverdächtige gut erkennbar war, sodass damit aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet werden konnte. Aufgrund der Veröffentlichung der Aufnahmen gab es von verschiedenen Mitteilern Hinweise auf einen 32-jährigen Münchner, der in Milbertshofen wohnhaft ist. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter gegen den Mann einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Noch während die Fahndung anlief und weitere Ermittlungen zu dieser Person durchgeführt wurden, stellte sich der Münchner bei der Polizei.

In seiner Vernehmung stellte er den Tatablauf jedoch anders dar als das Opfer. Hierzu bedarf es noch weiterer Ermittlungen und Untersuchungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen können von daher noch keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht werden. Nach der Tat flüchtete der 32-Jährige und begab sich in seine Wohnung. Der 48-Jährige ist nach wie vor in einer Klinik und sein Zustand ist stabil.

Ein Zusammenhang mit dem bislang ungeklärten Mordfall in der Erhardtstraße im Mai 2013 konnte bislang nicht hergestellt werden. Die entsprechenden Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin laufen. Der 32-Jährige wird am Donnerstag dem Ermittlungsrichter zur Eröffnung des Haftbefehls vorgeführt.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

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