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„Der kleine Prinz“ spricht im Namen der Ski-Legende

Familie verabschiedet sich mit rührender Traueranzeige von Rosi Mittermaier (†72)

Rosi Mittermaier
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Rosi Mittermaier starb am 4. Januar 2023.

Ski-Legende Rosi Mittermaier starb am 4. Januar im Alter von 72 Jahren. Die Familie und Witwer Christian Neureuther haben sich jetzt mit einer rührenden Traueranzeige von der Ski-Legende verabschiedet.

Garmisch-Partenkirchen/Reit im Winkl – „Hast Du Angst vor dem Tod?“, fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“

Die Sätze stammen aus „Der kleine Prinz“ des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry. So beginnt die Traueranzeige, die Ehemann Christian Neureuther (73) und die Kinder Ameli (mit Lebenspartner Oskar) und Felix (gemeinsam mit seiner Ehefrau Miriam und den Kindern Matilda, Leo und Lotta) nun geschalten haben, unter anderem in der Süddeutschen Zeitung. Die rührenden Worte sollen wohl zeigen, dass die Doppel-Olympiasiegerin keine Angst vor dem Tod hatte – sondern vielmehr dankbar für ihr erfülltes und erfolgreiches Leben war. Zugleich unterstreicht die Anzeige die innige Liebe ihrer Familie zu ihrer Frau, Mama, Schwiegermama beziehungsweise Oma.

Außerdem wurde in der Anzeige ein Danklied der Inntaler Sänger rezitiert. „Danken für an jeden Tag, der uns g‘sund is g‘schenkt. Danken für a jede Freud, wo ma‘s wohl bedenkt. Bitten, dass Du mit uns gehst ,heut und alle Zeit. Bitten um an Seg‘n von ob‘n, bis in d’Ewigkeit“, ist zu lesen. Die Inntaler Sänger kommen aus Flintsbach (Landkreis Rosenheim) und haben als Männerviergesang die bayerische Volksmusik über Jahrzehnte geprägt.

„Der kleine Prinz“ – eines der erfolgreichsten Bücher der Welt

Antoine de Saint-Exupéry (1900 - 1944) war ein französischer Schriftsteller und Pilot. Antoine de Saint-Exupéry war schon zu seinen Lebzeiten ein anerkannter und erfolgreicher Autor und wurde ein Kultautor der Nachkriegsjahrzehnte, obwohl er selbst sich eher als einen nur nebenher schriftstellernden Berufspiloten sah. Seine märchenhafte Erzählung „Der kleine Prinz(Originaltitel: Le Petit Prince) gehört mit über 140 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Büchern der Welt.

Der kleine Prinz ist eine mit eigenen Illustrationen versehene Erzählung. Das Buch erschien zuerst 1943 in New York. Der kleine Prinz gilt als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors und als Kritik an einem Werteverfall der Gesellschaft. Das Werk ist ein modernes Kunstmärchen und wird fast immer als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Vielfach gilt es in Deutschland als Standardwerk im Französisch-Schulunterricht.

Am 4. Januar im Alter von 72 Jahren verstorben

Rosi Mittermaier war am 4. Januar im Alter von 72 Jahren nach schwerer Krankheit in Garmisch-Partenkirchen verstorben. rosenheim24.de hatte darüber berichtet. Mittermaier wurde 1950 geboren und ist auf der Winklmoos-Alm bei Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) aufgewachsen, wo sie zu einem Ski-Star heranreifte. Weltweite Bekanntheit erlangte sie 1976, als sie bei den Olympischen Spielen in Innsbruck Gold in Abfahrt und Slalom sowie Silber im Riesenslalom gewann. Seitdem wurde sie liebevoll „Gold-Rosi“ genannt.

Mittermaier war für ihre Freundlichkeit, Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft bekannt. Nach ihrer Karriere bleib sie nicht nur wegen ihrer Traum-Ehe mit Christian Neureuther und dem gemeinsamen Sohn Felix präsent. Sie war Schirmherrin diverser Charity-Projekte und eine wichtige Botschafterin des Sports, auch über die Grenzen von Bayern hinaus. Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) würdigte sie mit bewegenden Worten: „Rosi Mittermaier war nicht nur erfolgreiche Sportlerin, sondern Vorbild für alle von uns. Ihr Einsatz für ihre Mitmenschen, ihr großes Herz und ihre unvergessliche Zugewandtheit wird uns allen fehlen.“

mw/mh

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