Hohe Kosten für Brandschutz und bauliche Auflagen

Nach verheerendem Brand: Was wird aus der Western-City in Dasing?

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Dasing - Nach dem Brand der bekannten Western-City in Dasing ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung gegen Unbekannt. Ob der abgebrannte Stadtplatz jemals wieder aufgebaut wird, steht derzeit in den Sternen.

Der Saloon, das Museum, das Wohnhaus von Fred Rai, dem Gründer von Western City, die Gastronomie - alles wurde ein Raub der Flammen. Der einstige Stadtplatz besteht nur noch aus gewaltigen Haufen rußiger Steine und verkohlten Holzes. Ob der Ende Juli abgebrannte Stadtplatz der City je wieder aufgebaut wird, steht derzeit allerdings in den Sternen. Der Neubau könnte schon an den hohen Kosten für den Brandschutz und anderen baulichen Auflagen scheitern, so die Süddeutsche Zeitung

Bislang galten für die Westernstadt Brandschutzvorschriften aus den 1990er-Jahren, die, wie sich auf dramatische Weise zeigte, offenbar nicht ausreichten. Schon 2013 und 2014 hatte es gebrannt auf dem Gelände.

Bilder vom Brand der Western-City in Dasing

Auch Dasings Bürgermeister Erich Nagel bestätigte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung, dass es schwierig werde, die komplette Stadt wieder aufzubauen. Damit fehle der Westernstadt nicht nur ihr Herzstück, sondern auch der Gemeinde eine Attraktion, die sie über die Grenzen Schwabens bekannt gemacht habe.

Fest steht derzeit nur, dass die Cowboys und Indianer der Gemeinde Dasing weiterhin erhalten bleiben; die geplanten Süddeutschen Karl-May-Festspiele werden auch im Jahr 2018 auf der Freilichtbühne der Western-City stattfinden. Auch der Unterricht in der Reitschule soll aufrecht gehalten werden.

350 Feuerwehrler kämpften gegen die Flammen

Wie die Polizei am Sonntag (30. Juli) meldete, war das Feuer in einem Heulager ausgebrochen. Die Flammen griffen dann auf die umliegenden Gebäude über. Das Feuer konnte von etwa 350 Einsatzkräften der Feuerwehr nach Stunden gelöscht werden. Bei dem Großbrand sind die sechs Holz-Hauptgebäude des Vergnügungsparks komplett zerstört worden. Bei ersten Löschversuchen verletzten sich sechs Mitarbeiter des Freizeitparks leicht. Unter anderem erlitt ein Helfer eine leichte Rauchgasvergiftung, zwei weitere Personen verletzten sich, als sie ein Fenster zerschlugen. Außerdem mussten 16 Kinder aus einem angrenzenden Ferienlager evakuiert werden. 

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung gegen unbekannt und hat trotz einer Belohnung von 11.000 Euro, die zusammen mit der Versicherung ausgelobt wurde, noch keinen entscheidenden Hinweis auf den Täter erhalten.

mh

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