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„Kein Profit mit der Sexualisierung des weiblichen Körpers“

Nackte Aktivistinnen protestieren gegen „Germany‘s Next Topmodel“ in Unterföhring

Demonstration gegen Germany's Next Topmodel
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Mit Körperfarbe bemalte Aktivistinnen vom Augsburger Klimacamp demonstrieren vor einem Gebäude des Fernsehsenders ProSieben gegen die Fernsehshow „Germany‘s Next Topmodel“.

Kurz vor dem Finale von „Germany‘s Next Topmodel“ (GNTM) haben einige Aktivistinnen halbnackt vor der ProSieben-Zentrale gegen die Show demonstriert. Auf einem Banner waren ihre Forderungen „Kein Profit mit der Sexualisierung des weiblichen Körpers“ und „Körpernormen überwinden“ zu lesen.

Unterföhring - „Wir sind eine kleine Gruppe von Frauen, die mit ihrem eigenen Körper zeigen wollen, dass das von „Germany‘s Next Topmodel“ propagierte Ideal von weiblichen Körpernormen nicht zutrifft“, sagte die 24 Jahre alte Versammlungsleiterin Eva Brunner am Donnerstag in Unterföhring bei München. „Auch mit normalen und weiblichen Körpern kann man vor der Kamera stehen und sich in der Gesellschaft zeigen.“

Die Gruppe setzt sich Brunners Angaben zufolge zusammen aus Aktivistinnen des Augsburger Klimacamps. Sie bemängeln, dass die aktuelle Staffel von Heidi Klums Castingshow, dessen Finale am Donnerstagabend auf dem ProSieben-Programm stand, sich nur vordergründig der „Diversity“, also Vielfalt, verschrieben habe, weil die Konzentration auf „dünne, weiße Personen“ nicht mehr dem Zeitgeist entspreche.

In diesem Jahr stehen Frauen im „GNTM“-Finale, die man dort vor einigen Jahren noch nicht gefunden hätte: Mit Dascha ist zum ersten Mal ein sogenanntes Curvy Model dabei, das mehr Körperkurven hat als herkömmliche Models. Romina ist mit einer Größe von unter 1,70 Metern eigentlich zu klein für das Geschäft, bei Alex stand mal „männlich“ in der Geburtsurkunde und Soulin kam erst vor fünf Jahren nach Deutschland, nachdem sie vor dem Krieg aus Syrien geflohen war. „Wir schreien alle nach Diversity“, sagte Dascha dazu.

„Der Subtext dabei ist, dass dieser Körper nicht normal ist“, kritisierte Brunner dagegen vor allem in Bezug auf Dascha.

Aus Sicht des Transgender-Models Lucy Hellenbrecht hat ProSieben allerdings in dieser Staffel mit dem Diversity-Motto nicht zuviel versprochen: „Ich hatte, so wie wahrscheinlich jeder, am Anfang Bedenken, als ich hörte, die Staffel soll so divers werden und am Ende doch nur die „Standard-Models“ übrig bleiben“, sagte die ehemalige GNTM-Kandidatin. „Aber es ist ja nicht der Fall, von daher ist es wirklich sehr cool, dass Heidi Klum mit ihrer Ankündigung nicht zu viel versprochen hat.“

dpa/red.

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