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Stadtbibliothek Rosenheim gibt Tipps

Acht Fakten warum Vorlesen so wichtig ist

Eine Frau liest Kindern vor
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Vorlesen ist wichtig für die Nähe und Bindung und macht fit für die Schule.

Ein Drittel aller Eltern liest seinen Kindern selten oder nie vor. Das geht aus Studien der Stiftung Lesen hervor. Dabei ist es immens wichtig für die Entwicklung der Kleinen. Acht Gründe, die für regelmäßiges Vorlesen sprechen und Expertentipps von der Leiterin der Stadtbibliothek Rosenheim, wie man Kids für Bücher begeistert.

von Isabella Fiala

1. Vorlesen schafft Nähe

Gemeinsam durch Traumorte reiten, auf Schatzsuche gehen, das Reich der Elfen besuchen: Lesen schafft Nähe und stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kindern. Zusammen taucht man in Phantasiewelten ein und verbringt ungestörte Exklusiv-Zeit miteinander.

2. Vorlesen regt die Phantasie an

Vorlesen fördert die Kreativität und beflügelt die Phantasie. Kinder entwickeln in ihren Köpfen eigene Bilder zu den Geschichten. Danach spielen sie oft das Gehörte nach und spinnen die Abenteuer der Helden im Kopf weiter.

3. Vorlesen steigert das Mitgefühl

Mutig, ängstlich, schüchtern, neugierig: Die Helden der Kindergeschichten sind oft ganz unterschiedlich. So lernen Kinder verschiedene Charaktere und Gefühlswelten kennen, das fördert ihre Empathie. Es fällt ihnen leichter, sich in andere einzufühlen und deren Gefühle zu verstehen.

4. Vorlesen stärkt die Sprachkompetenz

Kinder, denen viel vorgelesen wird, entwickeln meist schneller einen größeren Wortschatz. Die New York University School of Medicine hat herausgefunden, dass der Wortschatz und der Umgang mit Sprache besonders vor dem Grundschulalter bei Kindern besser war, denen vorgelesen wurde. Dieser positive Effekt ließ sich auch noch einige Jahre später bei den Kindern messen und nachweisen.

5. Vorlesen vermittelt Wissen

Egal ob Bauernhoftiere, fremde Länder oder die Unendlichkeit des Universums: Bücher eröffnen Welten und vermitteln Wissen. Kinder erweitern dadurch spielerisch ihren Horizont und werden neugierig auf neue Themen.

6. Vorlesen fördert die Konzentration

Kinder, die häufig Geschichten lauschen, schulen damit ganz nebenbei ihre Konzentration. Sie lernen, aufmerksam zuzuhören, sich jedes kleinste Detail zu merken und dem Erzählten zu folgen.

7. Vorlesen erleichtert das Lesenlernen

Eltern sind die Vorbilder ihrer Kinder. Wenn Mama und Papa regelmäßig lesen und vorlesen, wecken sie das Interesse des Kindes an Büchern und am Lesen. Kindern, denen bereits früh viel vorgelesen wurde, fällt später nachweislich das Lesen- und Schreibenlernen leichter.

8. Vorlesen macht fit für die Schule

Die von der Stiftung Lesen seit 2007 jährlich durchgeführten Vorlesestudien zeigen, dass Eltern, die ihren Kindern jeden Tag vorlesen, nachhaltig in die Bildungschancen ihres Nachwuchses investieren. Denn das Vorlesen ist die Grundlage für eine gute Lesekompetenz – eine zentrale Schlüsselqualifikation für den weiteren Bildungs- und Lebensweg.

Tipps von der Expertin: Gabriela Schmidt leitet das Kinderhaus der Stadtbibliothek Rosenheim

Gabriela Schmidt leitet das Kinderhaus der Stadtbibliothek Rosenheim und weiß, wie man Kinder für Bücher begeistert.

Frau Schmidt, ab welchem Alter sollte man Kindern vorlesen? 

Mit dem Vorlesen kann man schon sehr früh beginnen, so ab einem Jahr. Mit kleinen Pappbüchern, am besten mit klaren Bildern und Farben und kleinen Reimen oder Liedern oder Büchern ohne Text. Der Vorleser kann zusammen mit dem Kind eine Geschichte zu den Bildern erfinden, das dient der Sprachentwicklung und der Phantasie.

Wie zieht man Kinder beim Vorlesen in den Bann der Geschichte? 

Kinder lieben Geschichten. Am Anfang sollten die Bilder überwiegen, die Geschichte sollte einfach und der Entwicklung des Kindes entsprechen. Gefällt eine Figur oder Geschichte, wird die Geduld der Erwachsenen auf die Probe gestellt, denn kleine Kinder wollen eine Geschichte oft über einen langen Zeitraum immer wieder hören und sehen, das ist für die Vorleser oft nicht einfach, denn als Erwachsener kommt bei einer immer wieder kehrenden Geschichte oft schnell Langeweile auf, Kinder empfinden das anders.

Und wenn Kinder gar nicht still sitzen können?

Manche Kinder sind sehr aktiv, dann kann man sich dadurch behelfen, dass man den Zeitpunkt auf die Schlafenszeit legt, was noch den angenehmen Nebeneffekt hat, dass die Kinder dann zur Ruhe kommen. Rituale sind gerade für kleine Kinder sehr wichtig. Tägliches Vorlesen beim zu Bett gehen steht ganz oben auf der Liste.

Sind Hörspiele eine Alternative zum Vorlesen? 

Hörspiele sind ein sinnvoller Zusatz zum Vorlesen, da sich die Sprache stark über das Zuhören im Gehirn festsetzt. Gerade für Kinder mit Migrationshintergrund ist es eine Unterstützung, in einer fremden Sprache heimisch zu werden. Hörspiele sind aber nie ein Ersatz für die Zeit, die man beim Vorlesen miteinander verbringt. Vorlesen beinhaltet ja mehrere Dinge. Es entsteht körperliche Nähe, wenn ich mich gemütlich aufs Sofa setze und mit meinem Kind zusammen ein Buch anschaue und vorlese. Es entsteht eine intime Vertrautheit, und auch der Erwachsene begibt sich gemeinsam mit seinem Kind auf eine kleine Reise, indem er mit dem Kind in eine Geschichte eintaucht. Ich kann jedem nur empfehlen diese Zeit der Nähe, Vertrautheit und Sicherheit mit seinem Kind zu genießen und ich hoffe, dass es keine Pflicht sondern ein Genuss ist.

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