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Premiere den neuen Polizeifilms in Bad Aibling

Polizeipräsident Kopp: "Wir wollen nicht nach Hollywood"

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Polizeipräsident Robert Kopp stellt den neuen Imagefilm vor
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Bad Aibling - "Film ab" hieß es am Freitag im Aibvision Kino. Dort stellte Polizeipräsident Robert Kopp den neuen Imagefilm des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd vor.

Seit mittlerweile fast zehn Jahren ist die für den gesamten Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zuständige Einsatzzentrale mit integrierter Verkehrsmeldestelle für ganz Bayern - die sich auf dem aktuellsten technischen Stand befindet - in Rosenheim angesiedelt. Von der Entgegennahme der Notrufe bis zur Disposition der Einsatzkräfte sorgt die Einsatzzentrale als sogenanntes "Herzstück des Polizeipräsidiums" rund um die Uhr für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen der Polizei auf nationaler und internationaler Ebene und mit den beteiligten Rettungs-und Hilfsdiensten. 

"Wir wollen nicht nach Hollywood"

"Sie brauchen keine Sorge haben, wir wollen nicht nach Hollywood" eröffnete Polizeipräsident Robert Kopp die Veranstaltung schmunzelnd. Kopp wählte diese etwas andere Art der Anerkennung der Arbeit der Einsatzkräfte bewusst: "Der Film zeigt deutlich, wie gut die koordinierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei und unseren Sicherheitspartnern wie Feuerwehr, Bergwacht, BRK, THW und vielen anderen Rettungs- und Hilfsdiensten im In- und Ausland funktioniert." Der Dank des Polizeipräsidenten galt allen, die im Film mitwirkten, darunter auch Polizeibeamte aus Tirol, Angehörige von Feuerwehr, THW, Bergwacht und BRK. "Bei den Darstellern schlummern Talente", sagte Kopp. Er wies auch auf die gute Sicherheitslage im südlichen Oberbayern hin, die im Film zur Geltung komme und die man auch in der Zukunft erhalten wolle.

Ein paar Zahlen zur Einsatzzentrale:

  • Zuständig für einen Dienstbereich mit geographischer Ausdehnung über 9.178 Quadratkilometer (etwa 3 x so groß wie das Saarland),438 km Grenzverlauf zu Tirol, Salzburg und Oberösterreich
  • In den neun Landkreisen und der Stadt Rosenheim leben ca. 1,23 Millionen Einwohner, dazu kommen rund 13 Millionen Übernachtungen von Touristen
  • Etwa 358 Notrufe pro Tag, also 15 pro Stunde gehen in Rosenheim ein
  • Rund 162.000 Einsätze im Präsidialbereich  sind durch die Einsatzzentrale disponiert

"2017 konnten in 149 Fällen die Täter noch am Tatort festgenommen werden", so Kopp.

Einschneidende Einsätze 

Nach der Vorstellung des Films berichtete Pressesprecher Jürgen Thalmeier noch von einigen einschneidenden Einsätzen im Gebiet des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, bei denen er auch selber dabei war. "Die Gefühle und Emotionen der Kollegen konnten im Film nicht wiedergegeben werden", sagte Thalmeier. "Es gibt bei unserer Arbeit auch Ereignisse, die sehr viel mit Emotionen zu tun haben, weil Tod und Schwerverletzte dabei waren." 

Schwere und schwerste Unfälle:

So berichtete er von einem Unfall bei dem im September 2011 in Heldenstein ein Polizeibeamter sein Leben verlor, weil er bei einem Einsatz im Dienstwagen von einem Lastwagen übersehen wurde.

Oder von dem schweren Unfall auf der Miesbacher Straße 2016 in Rosenheim - zwei junge Frauen verloren dabei ihr Leben.

Besonders nahe ging Thalmeier ein Einsatz in Rohrdorf im Mai 2017, bei dem ein 11-Jähriges Mädchen auf dem Nachhauseweg von der Schule von einem Auto erfasst und getötet wurde. 

Katastrophen:

Thalmeier berichtete auch von den Katastrophen im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums, wie der Felsabsturz in Stein an der Traun im Januar 2010, bei dem ein Fels in ein Wohnhaus einschlug und Vater uns Tochter tötete. Oder das schwere Unwetter im Juni 2011. Nicht vergessen bleibt das Pfingsthochwasser im Juni 2013 in Rosenheim und Umland und das schwere Zugunglück in Bad Aibling am Faschingsienstag 2016.

Kriminalität:

Auch schwere Kriminalitätsdelikte verlangten den Polizeibeamten viel ab. So beispielsweise der Doppelmord in Rosenheim im August 2010, bei dem ein Vater seine Ex-Frau (37) erschlagen und seinen Sohn Marcus (3) erhängt hatte oder der WM-Mord in Bad Reichenhall im Juni 2014. Auch die Brandkatastrophe in Schneizlreuth, bei der sechs Menschen starben, brachten die Einsatzkräfte an ihre Grenzen.

Thalmeier thematisierte auch die steigende Gewalt gegenüber der Kollegen. So gingen im Juli 2013 Ultrafans von Wacker Burghausen auf eine Streife los. Auch komme es zu Schusswaffengebrauch, wie etwa im Juni 2014, als ein Mann in Neuötting mit einer Machete und einem Kleinkaliebergewehr auf Polizisten losging und durch einen Beinschuss gestoppt werden konnte.

Positiver Fall:

Doch es gebe nicht nur schlimme Einsätze. Der Pressesprecher berichtete von einem positiven Fall aus Salzburg: Ein drei Monate altes Baby wurde aus einem Kinderwagen heraus entführt. Die Täterin konnte im Juni 2010 in Unterwössen gestellt werden.

Aus dem Archiv: Bilder der Einsatzzentrale in Rosenheim

Videoüberwachung - so sieht es in der Einsatzzentrale aus

jb/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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