Mit neuem Fluchtauto vermutlich gen Österreich

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Feldkirchen-Westerham/München - Noch immer flüchtig ist der Unbekannte, der sich am Montag mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd lieferte. Vermutlich ist er nun in Österreich.

Dies war das erste Fluchtauto des Unbekannten. Nun ist er wohl mit dem Auto unterwegs, das kürzlich in Glonn als gestohlen gemeldet wurde.

Von München bis Feldkirchen-Westerham und Glonn führte die Flucht auf der Autobahn, auf Landstraßen und querfeldein. Teilweise war der Mann sogar als Geisterfahrer unterwegs. Die Spur verlor sich in Glonn, wo gestern Früh ein weiteres Auto als gestohlen gemeldet wurde. Die Kriminalpolizei München, welche die Ermittlungen wegen räuberischen Diebstahls und Flucht übernommen hat, vermutet, dass sich der Täter mit dem jüngst entwendeten Fahrzeug gen Österreich abgesetzt hat. Man habe bei den Kollegen um Rechtshilfe ersucht. Die Großfahndung läuft auf Hochtouren, so die Polizei gegenüber unserer Zeitung. Der Feldkirchen-Westerhamer Forstarbeiter, dessen Opel als zweites Fluchtauto in Buchberg gestohlen und in Glonn abgestellt worden war, erhalte seinen Pkw nach der Spurensicherung zurück.

Auslöser für die Verfolgungsjagd war am Dienstag gegen 15.45 Uhr ein vermeintlicher Geldbörsen-Diebstahl in einem Münchner Kulturzentrum, der aber durch einen Sicherheitsbeamten vereitelt wurde. Der Unbekannte zückte daraufhin ein Springmesser, stach mehrfach in Richtung des Wachmannes, traf ihn jedoch nicht. Anschließend flüchtete der Dieb mit einem Nissan einer österreichischen Autovermietung. Die Ermittlungen, wer den Wagen gemietet hatte, und ob sich daraus Hinweise auf den Täter ergeben, der möglicherweise weitere Vergehen begangen hat, laufen noch.

Von München aus führte die Flucht gen Süden über die Autobahn A8. Auf Höhe der Raststätte Holzkirchen versuchten zwei Streifenwagen, den Flüchtenden anzuhalten. "Eingekesselt" von Wagen mit Blaulicht konnten die Einsatzkräfte den Täter fast stoppen. Doch dieser entzog sich mit einer abrupten Kehrtwendung einer Verhaftung und machte als Geisterfahrer die A8 unsicher. Nur durch Glück kam dabei laut Polizei kein anderer Verkehrsteilnehmer zu Schaden.

Der Unbekannte durchbrach mehrere Zäune und setzte seine Fahrt schließlich neben der Autobahn querfeldein über Wiesen fort, weshalb die Polizei kurzzeitig die direkte Verfolgung abbrechen musste. Zwischenzeitlich waren Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in die Fahndung miteingebunden - 30 Streifenwagen und ein Hubschrauber waren phasenweise über die gesamte Strecke verteilt im Einsatz (Kollegen übernahmen an Ausfahrten).

In Glonn stahl der Unbekannte, nachdem er den Opel stehen gelassen hatte, seinen dritten Fluchtwagen, einen Fiat. Hinweise zu der Verfolgung auf der Autobahn oder auf den Landstraßen sowie zu dem Täter nimmt die Polizei München unter Telefon 089 / 29100 entgegen.

Silvia Mischi/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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