Neues Betriebsleitsystem für die Busse

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München - DB Stadtverkehr in Bayern führt derzeit ein neues Betriebsleitsystem für Busse ein. "Bus fahren wird in Bayern noch attraktiver und zuverlässiger," sagte Peter Heider, Leiter der Region Bayern der DB Stadtverkehr GmbH, anlässlich der Vorstellung des rechnergestützten Betriebsleitsystems (RBL) in Rosenheim.

Auf einem zentralen Server in Nürnberg laufen die aktuellen Solldaten zum Fahrplan und die Echtzeitdaten der beteiligten Busgesellschaften aus Bayern zusammen. Eine Erweiterung der Fahrgastinformation, die Anschlusssicherung an Bus und Bahn und die Schaffung hochflexibler Bedienungsformen in der Region sind die wesentlichen Merkmale des neuen Systems. Bisher sind vier bayerische Busgesellschaften angeschlossen. Mit RBL wird bei den Busgesellschaften der DB Stadtverkehr in Bayern die Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs einen weiteren Schritt vorangebracht. "Jeder Bus, der an das neue System angeschlossen ist, erhöht die Attraktivität des Nahverkehrs. Mein Dank gilt dem Freistaat Bayern, der dafür auch viel Geld investiert hat", so Heider weiter. Die Gesamtkosten betragen rund 27 Millionen Euro, wovon der Freistaat Bayern etwa 17,5 Millionen Euro trägt. An RBL werden bis Ende 2010 rund 3000 Busse in ganz Bayern angeschlossen. Die ersten Schritte zur Installation des RBL, auch Intermodal Transport Control System genannt, begannen 2008.

Viele Linien der Regionalverkehr Oberbayern GmbH bedienen ländliche Gebiete. Durch "Mobile Tagging" wird Echtzeit auch in der Fläche zur Verfügung gestellt. Beim Mobile Tagging werden an den Haltstellen hinterlegte Barcodes auf den Haltestellenfahrplänen mit einem internetfähigen Mobiltelefon gelesen und automatisiert eine Verbindung zur Echtzeitauskunft hergestellt. Die aktuellen Fahrtzeiten (also auch Verspätungen) stehen dann auf Abruf in der Anzeige des Mobiltelefons.

Diese aktuellen Abfahrtszeiten werden auch DEFAS (Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungssystem), der Telematikinitiative des Freistaates Bayern, zur Verfügung gestellt.

Neben Oberbayernbus (Regionalverkehr Oberbayern, München) sind Frankenbus (Omnibusverkehr Franken, Nürnberg), Ostbayernbus (Regionalbus Ostbayern, Regensburg) sowie Regionalverkehr Allgäu (Oberstdorf) angeschlossen. Da es sich um ein offenes System handelt, können weitere Busgesellschaften eingebunden werden. Je mehr Busgesellschaften teilnehmen, desto dichter wird das Informationsnetz - mehr Fahrgäste können davon profitieren.

Die Regionalverkehr Oberbayern GmbH mit Sitz in München beschäftigt rund 600 Mitarbeiter, hat 300 eigene und 330 angemietete Fahrzeuge und befördert jährlich etwa 36,7 Millionen Fahrgäste. Das Verkehrsgebiet erstreckt sich über das südliche Oberbayern.

Mit über 3.000 Bussen befördert DB Stadtverkehr in Bayern gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern pro Jahr etwa 160 Millionen Fahrgäste.

Pressemitteilung DB Stadtverkehr

Rubriklistenbild: © dpa

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