Nach Unfall zwischen Neukirchen und Traunstein

Spektakulärer Überschlag auf A8: Gaffer knipsen "fleißig"

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Siegsdorf - Bereits am späten Sonntagabend gegen 23.15 Uhr befuhr ein 27-jähriger Ungar mit seinem Daewoo die A8 von Salzburg kommend in Richtung München. Der Fahrer war auf dem Weg von Ungarn nach Innsbruck in Österreich, um dort zu arbeiten.

Zwischen den Anschlussstelle Neukirchen und dem Voglinger Wald kam der Fahrer aus Unachtsamkeit mit seinem Pkw nach rechts ins Bankett. Im Anschluss versuchte der Fahrer durch Gegenlenken seinen Pkw zu stabilisieren. Da er aber bei einer angegebenen Geschwindigkeit von gut 130 km/h dies nicht behutsam umsetzen konnte, schleuderte er mit seinem Pkw zunächst in die Mittelschutzplanke. Von dort wurde der Pkw letztlich ausgehoben und überschlug sich. Im Anschluss schleuderte der Pkw auf dem Dach nach rechts in den Böschungsbereich und kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. 

Der Fahrer konnte sich leicht verletzt selbst befreien. Er wurde mit kleineren Schnittwunden und Prellungen, obwohl er nicht einmal angegurtet war, durch das BRK ins Klinikum nach Traunstein verbracht. Da durch den Unfall enorm Erdreich und Fahrzeugteile sowohl auf der Richtungsfahrbahn Salzburg, als auch auf der Richtungsfahrbahn München verteilt war, musste die Autobahn zur Säuberung gut eine halbe Stunde komplett gesperrt werden. Da auch Betriebsstoffe aus dem verunfallten Pkw austraten, wurde neben der Autobahnmeisterei Siegsdorf auch die FFW Neukirchen alarmiert. Um 0.45 Uhr war die BAB nach der Abschleppung des Pkw durch ein örtliches Abschleppunternehmen wieder frei befahrbar. 

Seitens der Verkehrspolizei Traunstein ist in diesem Fall anzumerken, dass einige Fahrzeugführer an der Unfallstelle vorbeifuhren, ohne sich um den verunfallten Fahrzeugführer zu kümmern. Erst ein weiterer Ersthelfer setzte einen Notruf ab und konnte zusammen mit einem Lkw-Fahrer die Unfallstelle absichern.

Während der Unfallaufnahme war dann auffällig, als es einspurig an der Unfallstelle vorbeiging, dass einige Fahrzeugführer doch von der Sensationsgier wieder getrieben wurden und mit ihren Smartphones Fotos und Videos fertigten. Geahndet werden konnte dies seitens der aufnehmenden Beamten der Autobahnpolizei Siegsdorf nicht, da diese mit der Unfallaufnahme beschäftigt waren.

Pressemeldung VPI Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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